1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Main-Taunus-Kreis

Kelkheim wird saniert

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Haus in der Kelkheimer Hauptstraße.
Haus in der Kelkheimer Hauptstraße. © FR/Schick

Wer im alten Ortskern von Kelkheim ein sanierungsbedürftiges Haus hat, kann auf Geld vom Land hoffen. Ab sofort ist ein Beratungsbüro geöffnet. Von Gesa Fritz

Von GESA FRITZ

Die ersten Gelder sind bewilligt, die Sanierung der Kelkheimer Stadtmitte kann in Angriff genommen werden. Wie Bürgermeister Thomas Horn (CDU) jetzt bekannt gab, ist ein Bescheid über 517.000 Euro von der Bank für Infrastruktur LTH bereits kurz vor Weihnachten bei der Stadt eingegangen. Seit gestern hat auch das Beratungsbüro geöffnet, in dem die Anlieger über Zuschüsse und Steuervorteile beraten werden.

"Die Zeit der großen Baustellen in Kelkheim ist vorbei, jetzt nehmen wir uns die Kleinode vor", sagte Horn. Auf dem Programm steht die Sanierung der Häuser rund um Hornauer Straße, Hauptstraße und Bahnstraße. "Das Kerngebiet soll eine Vorzeigeadresse werden", sagte der Bürgermeister.

Und obwohl das Beratungsbüro erst kürzlich eröffnet wurde, haben bereits sechs Bürger Rat eingeholt. Ein Eigentümer will beispielsweise sein Anwesen altengerecht umgestalten und dazu mehr Einzelbäder einbauen. Grundsätzlich soll eine ganzheitliche Sanierung von Fassade und Innerem der Häuser gefördert werden. Je nach Umfang der Maßnahmen können bis zu einem Viertel der notwendigen Gelder als Zuschuss fließen. Weitere Mittel wie die Denkmalförderung können zusätzlich beantragt werden.

Diskussion um Wilhelmstraße

Die Mittel stammen aus dem Städtebauförderungsprogramm des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung und fließen über einen Zeitraum von bis zu 15 Jahren. Etwa 80 Prozent der Gebäude sind in Privatbesitz, entsprechend werden vor allem die Anlieger von dem Geld profitieren. Die Stadt schätzt, dass es sich um etwa 300 bis 400 Eigentümer handelt.

Möglicherweise kommen noch mehr Anlieger dazu. Wie Horn ankündigte, wird bis Juni darüber entschieden, ob auch die Häuser in der Wilhelmstraße in das Sanierungsprogramm aufgenommen werden. Damit würde die Stadt einer Anregung aus der Bürgerversammlung vom November 2008 folgen.

Aber auch Kelkheim hat noch sanierungsbedürftige Gebäude auf dem Plan. "Das Rathaus ist unser Sorgenkind. Es muss dringend in einen zeitgemäßen Zustand versetzt werden", sagt Horn. Dazu müssten beispielsweise die 35 Jahre alten Fenster und die Fassaden erneuert werden. Das Projekt wurde vom Bund bereits für zuwendungsfähig erklärt, 2,15 Millionen Euro könnten aus dem Städtebauförderungsprogramm fließen. Wenn alles optimal laufe, so hofft Horn, könne das Geld bereits im Februar bewilligt werden.

Auch interessant

Kommentare