1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Main-Taunus-Kreis
  4. Kelkheim

Nachbarn teilen sich Elektro-Auto

Erstellt:

Kommentare

„Nah-Car“ und zweite Ladesäule

Kelkheim - Am Zeilsheimer Weg parkt das erste Nachbarschaftsauto von Münster. Der Besuch bei der Vorstellung des Renault Zoe mit Elektromotor zeigt für die Initiatoren: Das Interesse am Umstieg auf E-Mobilität und dem Car-Sharing ist groß. Mittendrin steht Klaus Fahrner. Der Anwohner ist mit Wolfgang Ellwitz eine der treibenden Kräfte fürs Projekt und gerne der Anregung der „Solar-Invest“ Main-Taunus gefolgt.

Mit seiner Frau Roswitha fährt Fahrner in Kelkheim nur zum Einkaufen mit dem Auto, sonst zur Familie in der Region. „Es steht meistens an der Straße“, weiß der Münsterer, der nun zu einer Gruppe von fünf Möglichmachern gehört. Hinzu kommen weitere gut fünf Unterstützer, so dass dieses Projekt hier finanziell abgesichert ist. Seit das Auto vor knapp zwei Wochen am Kulturbahnhof aufgestellt wurde, sei das Interesse weiter gestiegen. Das erste Jahr sei eine „Erprobungsphase“, kündigt Fahrner an.

Für die Genossenschaft „Solar-Invest“ Main-Taunus ist es nun das vierte „Nah-Car“ nach Hofheim, Kriftel und Fischbach. Die Stadt hat die Parkplätze und den Stromanschluss zur Verfügung gestellt. Rund 10 000 Euro habe sie beigesteuert, so Bürgermeister Albrecht Kündiger. Er freut sich, dass neben der Ladestation für das Nachbarschaftsauto eine zweite öffentliche „Strom-Zapfstelle“ geschaffen werden konnte.

Die Handhabung: Der Führerschein wird von „Solar-Invest“ kontrolliert, eine Anmeldung ist nötig. Dann können über eine App alle vier „Nah-Cars“ gebucht werden. Mit dem Handy werde das Auto geöffnet und geschlossen, erklärt Fahrner. 10 Euro Gebühr im Monat, 3,50 pro genutzte Stunde, 15 Cent pro Kilometer und 1 Euro pro Buchung kostet das. Eine leichte Erhöhung ist angekündigt. Die Fahrer tanken hier 100 Prozent Ökostrom. wein

Auch interessant

Kommentare