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Anup Mundethu ist einer der beiden Vorsitzenden von Volt im Main-Taunus-Kreis.
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Anup Mundethu ist einer der beiden Vorsitzenden von Volt im Main-Taunus-Kreis.

Kelkheim

Main-Taunus: Paneuropäische Partei Volt hat Zulauf

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
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Vor kurzem hat Volt ein District-Team im Main-Taunus-Kreis gegründet. Die Aktiven um Vorsitzenden Anup Mundethu wollen mithelfen, bald auch einen Kreisverband für den Hochtaunus auf die Beine zu stellen.

Anup Mundethu ist zufrieden. Und er ist ein kleines bisschen stolz darauf, dass es ihm und seinen Mitstreiter:innen zum ersten Mal in Hessen gelungen ist, ein „Volt-District-Team“ in einem Landkreis auf die Beine zu stellen. Der 40 Jahre alte Kelkheimer wurde vor knapp zwei Wochen zum Kreisvorsitzenden der paneuropäischen Partei im Main-Taunus gewählt, ebenso wie Thorben Zipkat, der aus Sulzbach stammt.

30 Mitglieder zähle der Kreisverband im Landkreis zwischen Frankfurt und Wiesbaden mittlerweile, berichtete Mundethu im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau. Weitere Anträge auf Mitgliedschaft lägen auf dem Tisch. Darunter auch von Personen, die sich in anderen politischen Parteien engagierten beziehungsweise in den Städten und Gemeinden bekannt seien. Beispielsweise sei kurz nach der Kommunalwahl Harpreet Kaur zu Volt gestoßen. Die 18-jährige Schülerin ist Mitglied des Ausländerbeirates in Kelkheim.

Anup Mundethu selbst hatte noch im März dieses Jahres auf der Kommunalwahlliste der Kelkheimer Sozialdemokraten kandidiert und war danach aus der Partei ausgetreten. Mittlerweile arbeitet der Diplomverwaltungswirt im Büro der Frankfurter Volt-Dezernentin für Digitalisierung, Bürgerbeteiligung und Europa, Eileen O’ Sullivan.

Bei der Gründungsversammlung von Volt im Main-Taunus-Kreis wurden nicht nur die beiden Vorsitzenden gewählt, sondern auch sechs weitere Mitglieder des Kreisvorstandes bestimmt, die sich um Mitgliederwerbung und -verwaltung, um Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit sowie um das lokale Parteiprogramm von Volt kümmern sollen.

„Wir möchten möglichst in allen zwölf Städten und Gemeinden des Main-Taunus-Kreises Fuß fassen und auch auf Kreisebene in absehbarer Zeit politisch mitmischen“, sagt Anup Mundethu. Bis zu den nächsten Kommunalwahlen dauere es zwar noch. „Aber im kommenden Jahr sind Bürgermeisterwahlen in Hattersheim. Da müssen wir bald entscheiden, ob wir einen Kandidaten oder eine Kandidatin ins Rennen schicken.“ Auch bei den Landtagswahlen im Jahr 2023 will Volt für den Main-Taunus-Kreis Direktkandidat:innen aufstellen.

Mit dem Kronberger Till von Knebel und dem Oberurseler Christoph Eckinger sind zwei Vorstandsmitglieder im neuen Main-Taunus-District-Team, die eigentlich im Hochtaunus zu Hause sind. Das habe seinen guten Grund, sagt Anup Mundethu. „Aktuell sind wir hier im Main-Taunus auch für den Hochtaunuskreis zuständig und wollen daran mitarbeiten, innerhalb der nächsten Monate dort einen eigenen Kreisverband auf die Beine zu stellen.“

Auch im Nachbarkreis habe Volt Zulauf, sagt der Kelkheimer. Rund zehn aktive Voltler gebe es bereits im Hochtaunus. „Und es sind nicht nur junge Leute, die sich unserer Partei anschließen, sondern auch ältere, politisch erfahrene Personen.“

Laut Anup Mundethu entstehen auch in anderen hessischen Landkreisen Initiativen, Volt-Kreisverbände zu gründen. Oft werde er nach seinen Erfahrungen gefragt. „Wir haben hier im Main-Taunus so etwas wie eine Vorreiterrolle. Können Best-Practice-Beispiel für andere Gründungen werden.“

In einer Hinsicht unterscheidet sich die junge paneuropäische Bewegung nicht von den etablierten politischen Parteien: „Wir werben besonders um Frauen“, sagt Anup Mundethu. „Wir haben ein paritätisches System und wollen Positionen mit Männern und Frauen gleichermaßen besetzen.“

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