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„Kunst verbindet“ sammelt mehr als 6000 Euro

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Dieses Baum-Bild mit Händen schenkten die Ukrainerinnen und die Ukrainer der Stadt. soloman
Dieses Baum-Bild mit Händen schenkten die Ukrainerinnen und die Ukrainer der Stadt. soloman © Gareth Soloman

Ausstellung ist ein großer Erfolg / Protagonisten können sich eine Wiederholung der Aktion vorstellen

Kelkheim - Der mächtige Baum hat schon tiefe Wurzeln geschlagen und steht in sattem Grün. Für noch mehr Farbe im Blätterdach sorgen zehn Hände in Rot, Blau, Geld, Lila oder Beige. Es ist ein lebendiges Bild und soll vor allem die Dankbarkeit der geflüchteten Menschen aus der Ukraine ausdrücken, hier in Kelkheim so gut aufgenommen worden zu sein. Mitglieder der drei Malkurse für Ukrainer - Kinder, Jugendliche und Erwachsene - haben es erstellt und jetzt der Stadt geschenkt. Ihr Wunsch: Es soll einen Platz im Rathaus bekommen.

Laut Monika Berkenfeld, Zweite Vorsitzende des Vereins „Miteinander leben in Kelkheim“, soll es ein „Geschenk an alle Kelkheimer Bürger“ sein, um für die Hilfe zu danken. Übergeben wurde es am Wochenende während der Benefizausstellung „Kunst verbindet“ im Rathaus. Diese Veranstaltung sei ein „voller Erfolg“, gewesen, so Berkenfeld. „Wir haben mehr Bilder verkauft als erwartet, vor allem die der Ukrainerinnen. Bei der Malaktion für Kinder saßen sie dicht gedrängt.“ Präsentiert und verkauft wurden auch Bild-Geschenke von Kelkheimer Künstlern.

Auf die Beine gestellt wurde die Kunstschau von „Miteinander leben“, der Bürgerstiftung und dem Frankfurter Verein „Gemeinsam für die Ukraine“. Dort und auch in Kelkheim gibt es die Malkurse, deren Bilder nun präsentiert wurden. Sie waren frei verkäuflich, wurden aber auch in einer Versteigerung mit Hessens Staatskanzlei-Chef Axel Wintermeyer angeboten. Er habe seine Sache als Auktionator derart bravourös gemeistert, so Berkenfeld, dass dort viel Geld für die gute Sache zusammenkam. Insgesamt liegt der Erlös bei weit mehr als 6000 Euro, freut sich Hildegard Bonczkowitz, die Vorsitzende der Bürgerstiftung. „Es war alles so stimmig, hervorragend vorbereitet“, schwärmt sie und betont, dass der Erlös in soziale Projekte in Kelkheim fließen soll. Etwa für scheinbar einfache Dinge wie einen Weihnachtsbaum in einer Flüchtlingsunterkunft.

Die Protagonisten können sich vorstellen, so etwas wieder zu organisieren. „Der Anfang ist gemacht“, so Bonczkowitz. Auch Ulrich Schäferbarthold, der in der Arbeitsgruppe die Kelkheimer Ukraine-Hilfe koordiniert, blickt auf ein „großartiges Wochenende“ zurück. Möglicherweise könnte die zweite Auflage kulturell noch etwas ausgebaut werden, wobei auch dieses Mal schon drei Gruppen der Tanzschule Motsi Mabuse für Stimmung sorgten und sogar der ukrainische Konsul Gast war.

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