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Erinnerung in der Liederbacher Straße.
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Erinnerung in der Liederbacher Straße.

Kelkheim

Kelkheim: Stolperstein für Theodor Brühl

  • Petra Zeichner
    VonPetra Zeichner
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Der Sozialdemokrat, der von den Nazis verfolgt wurde, starb in sogenannter Schutzhaft. Ihm hat die Stadt einen Erinnerungsstein verlegt.

Wegen seines Einsatzes für die Sozialdemokratie ist Theodor Brühl von den Nazis verfolgt worden. An ihn erinnert seit Kurzem ein Stolperstein in der Liederbachstraße 6. Die Initiative dafür ging laut Stadt von Annette Freund, einer Urenkelin Brühls, aus.

Theodor Brühl wurde am 31. Dezember 1879 in Bonn geboren. Von Beruf Schneider, übte er den Angaben zufolge bis zu seinem Tod den Beruf des Beizers bei der damaligen Möbelfabrik Dichmann in Kelkheim aus. Der überzeugte Sozialdemokrat trat 1919 in die SPD ein, wo er im Ortsverband Kelkheim bis zum Verbot der Partei am 22. Juni 1933 durch die Nationalsozialisten aktiv war.

Nach dem Verbot organisierte sich Brühl in einer sozialdemokratischen Widerstandsgruppe, nach einer Hausdurchsuchung am 22. Oktober 1935 wurde er von der Gestapo verhaftet und im Polizeigefängnis Starke-Platz 5 (heute als Klapperfeld bekannt) in Frankfurt inhaftiert.

Anklage wurde gegen ihn nicht mehr erhoben, er starb in der „Schutzhaft“. Der Todestag wird gemäß Sterbeurkunde als der 28. Oktober 1935 ausgewiesen, da er an diesem Tag tot in seiner Zelle aufgefunden wur-de. Die Staatsanwaltschaft in Kassel bestimmte als Todesursache „Selbstmord“. Die tatsächlichen Umstände des Todes von Theodor Brühl konnten nie geklärt werden. pz

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