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Künstler Johannes Klarmann beim Abhängen seines Wandreliefs „Sonnengesang“ im Pfarrzentrum Sankt Franziskus.
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Künstler Johannes Klarmann beim Abhängen seines Wandreliefs „Sonnengesang“ im Pfarrzentrum Sankt Franziskus.

Kelkheim

Kelkheim: Neues Stadtmuseum hat viel mehr Platz

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
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Im früheren Pfarrzentrum Sankt Franziskus haben die Umbauarbeiten begonnen. Bis zum Sommer 2023 soll das Kelkheimer Stadtmuseum dort einziehen - und dreimal so viel Platz haben wie bisher.

Vor mehr als 30 Jahren hat der Künstler Johannes Klarmann das Holzrelief „Sonnengesang“ für das katholische Gemeindezentrum Sankt Franziskus geschaffen. Jetzt hat er das Kunstwerk Stück für Stück abgehängt. Er wird es in seinem Atelier aufarbeiten und aufbewahren, bis es im neuen Kelkheimer Stadtmuseum einen zentralen Platz bekommt. Denn Erd- und Untergeschoss des Pfarrzentrums in der Feldbergstraße werden in den nächsten Monaten zu Ausstellungsräumen umgebaut.

Erster Stadtrat und Kulturdezernent Dirk Hofmann (CDU) spricht von „Kernsanierung“. Unterm Strich werde das Kelkheimer Museum am neuen Standort rund 2,6 Millionen Euro kosten. Mit Rück- und Abbrucharbeiten von Gebäudeteilen sei bereits begonnen worden. Auch die Rohbauarbeiten habe die Stadt bereits ausgeschrieben. Rund eine halbe Million Euro seien dafür veranschlagt. „Das ist um einiges weniger, als der Architekt geschätzt hatte“, freut sich Hofmann.

Dass das Kelkheimer Museum aus den beengten Räumen im Holunderhof in der Frankfurter Straße in das ehemalige katholische Gemeindezentrum umzieht und mit 800 Quadratmetern dort künftig mehr als dreimal so viel Platz zur Verfügung hat, war in Kelkheim lange Zeit politisch umstritten. Die unabhängige Kelkheimer Wählerinitiative (UKW) und die Liberalen wollten das marode Gebäude am Mühlengrund abreißen lassen, um Platz für neue Wohnhäuser zu schaffen. Erst ein Bürgerentscheid, den der Museumsverein mit unterstützt hatte, kippte den Parlamentbeschluss vor drei Jahren.

Ein Konzept für die neuen Ausstellungsräume liegt seit langem auf dem Tisch. Die Kommunikationsdesignerin Susanne Michelsky hat es ausgearbeitet. Sie spricht von einer „Gesamtinszenierung“. Exponate zur Geschichte aller sechs Kelkheimer Stadtteile sollen im neuen Museum zu sehen sein, die Historie des über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Kelkheimer Schreinerhandwerks wird nachgezeichnet und die für die Demokratiebewegung in Deutschland wichtige Familie von Gagern in den Mittelpunkt gerückt.

Auch zwei Lernwerkstätten und eine museumspädagogische Werkstatt für Kinder sollen in den neuen Räumen in der Feldbergstraße unterkommen. Das Museum könne sich am neuen Standort zu einem Kulturforum entwickeln, „in dem vor allem junge Menschen von der Geschichte lernen“, hatte Vereinsvorsitzender Jürgen Moog vor dem Bürgerentscheid für den Umzug geworben.

Nun soll das Bauprojekt, das so lange in der Schwebe war, zügig abgewickelt werden. Mit der Eröffnung des Kelkheimer Museums am neuen Standort rechnet Dirk Hofmann spätestens im Sommer 2023.

Die Stadt müsse dabei nicht alle Kosten alleine tragen, betonte er im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau. Der Main-Taunus-Kreis beteilige sich über den Kreisinvestitionsfonds mit rund 400 000 Euro am Umbau, eine ebenso hohe Summe habe der Hessische Museumsverband für die Einrichtung der Ausstellungsräume in Aussicht gestellt. Weitere Fördergelder, etwa für die energetische Sanierung des Gebäudes aus den 1970er Jahren, sollen beantragt werden.

Um den Betrieb des Stadtmuseums wird sich weiterhin der rund 200 Mitglieder zählende Museumsverein kümmern. Sonderausstellungen werden in Kooperation mit der Kelkheimer Kulturreferentin Beate Matuschek organisiert.

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