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Keine weiteren Einsparungen

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Wassernotstand aber nicht aufgehoben / Kontrolle der Gartenwasserzähler

Kelkheim - Bürgermeister Albrecht Kündiger hat vor dem Haupt- und Finanzausschuss Kritik an der vorzeitigen Schließung des Freibades am vergangenen Wochenende zurückgewiesen. Es sei dabei aber gar nicht in erster Linie um den Wasserverbrauch gegangen, sondern um den Energieverbrauch. Durch die stark gestiegenen Kosten sei das Budget aufgebraucht, erklärte auch Kämmerer und Erster Stadtrat Dirk Hofmann (CDU).

In solchen Fällen kann natürlich die Stadtverordnetenversammlung nachträglich zusätzliche Mittel bewilligen. Der Magistrat hat davon aber abgesehen, auch aus den Parteien wurden keine entsprechenden Forderungen laut. Erstens ist ja, unabhängig von den Kosten, Energiesparen das Gebot der Stunde. Und zweitens ist das Wasser knapp: Wie Kündiger sagte, verbraucht das Freibad wöchentlich 180 Kubikmeter Wasser - so viel wie ein Vier-Personen-Haushalt im Jahr.

Energie war Problem im Schwimmbad

Die Stadt lasse kein Wasser einfach weglaufen, versicherte der Bürgermeister. Offensichtlich ist es möglich, es noch für Zwecke der Bewässerung zu nutzen. Ein Teil müsse aus technischen Gründen im Becken bleiben, hieß es. Die Stadt hat zuletzt keinen Anlass gesehen, wegen des Wassernotstandes weitere Maßnahmen zu ergreifen.

Nächste Schritte gewesen wären Lautsprecherdurchsagen der Feuerwehr, um zum Wassersparen aufzufordern, und die Einrichtung einer Notleitung von Hornau nach Fischbach. Dazu kam es bislang nicht, weil der Verbrauch in den vergangenen Tagen dann doch zurückgegangen sei.

Es müssten weitere Anstrengungen unternommen werden, will Kündiger aber noch keine Entwarnung geben. Er erinnerte, dass es durchschnittlich 75 Tage dauert, bis Regen im Grundwasser ankommt. Die für die nächsten Tage zu erwartenden Niederschläge werden die Ergiebigkeit der Trinkwasserbrunnen also nicht gleich erhöhen. Freilich gibt es dann wohl kaum noch einen Anlass, die Gärten zu bewässern.

Erster Stadtrat Hofmann kündigte bei der Gelegenheit an, dass sich die Verwaltung noch einmal um das Thema Gartenwasserzähler kümmern wird. Für Wasser, das so abgerechnet wird, fällt keine Kanalgebühr an. Es gebe aber Fälle, in denen aus diesen Leitungen viel mehr Wasser entnommen werde, als zur Gartenbewässerung gebraucht werde. Dies sei nicht im Sinne der Regelung.

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