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Feuerwehrhaus 1,2 Millionen teurer

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Baukosten-Plus in Eppenhain bei 28 Prozent / Extras Photovoltaik, Fassaden-Grün

Kelkheim - Es gibt in der Stadt einige Projekte, die wegen der allgemeinen Kosten-Explosionen auf den Prüfstand kommen. Zuletzt haben die Stadtverordneten mit hauchdünner Mehrheit beschlossen, beim Umzug des Kindergarten Ruppertshain in die Kirche keinen Kosten-Deckel einzubauen. Denn das hätte das Vorhaben ins Wanken bringen können. Auch beim Umbau des Pfarrzentrums Feldbergstraße in ein Kulturzentrum mit Museum sind die Kosten aus dem Ruder gelaufen, die Arbeiten ruhen. Hier wird dem Haupt- und Finanzausschuss am Donnerstag das Gutachten zu möglichen weiteren Einsparpotenzialen vorgestellt.

Bereits heute, 18. Oktober, wird im Bauausschuss (20 Uhr, Rathaus) ein weiteres Millionenprojekt überprüft. Wie die Stadt in einer Vorlage mitteilt, werden die Kosten für den Neubau des Feuerwehrhauses in Eppenhain vom ersten Ansatz der 3,2 Millionen nun auf 4,4 Millionen Euro klettern.

„Ich hoffe, dass es fortgeführt wird“

Bürgermeister Albrecht Kündiger betont vorab, dass Kelkheim bei solchen Steigerungen „keine Insel“, sondern ebenso betroffen wie alle anderen Kommunen auch sei. Das sei „ärgerlich“, aber somit alles „begründbar“, weshalb der Rathauschef zum Eppenhain-Projekt klarstellt: „Ich hoffe, dass es fortgeführt wird.“ Mit einem Stopp sei niemandem geholfen. In Kelkheims kleinstem Stadtteil erfüllt das aktuelle Mini-Gerätehaus schon lange nicht mehr alle gesetzlichen Vorgaben.

Die erste Kostenschätzung für den Neubau unterhalb der Alten Schule am Ortseingang stammt aus dem Jahr 2020. Inzwischen wurden Bauleistungen für den erweiterten Rohbau (inklusive Elektroarbeiten, Heizung, Sanitär, Lüftung, Fenster und Dach) über rund 2,5 Millionen ausgeschrieben und vergeben. „Dabei spiegelt sich die aktuelle Marktlage mit erheblichen Preissteigerungen im Bausektor wider. Die Ausschreibungsergebnisse passen zwar zu den aktualisierten Kostenberechnungen - was vergaberechtlich zu ,wirtschaftlichen’ Angeboten führt - jedoch passen die Angebote bei weitem nicht mehr zu den ursprünglichen Kostenschätzungen“, teilt die Verwaltung mit. Sie beziffert die allgemeine Steigerung auf rund 900 000 Euro. Das sei ein Plus von 28 Prozent, was dem Baupreisindex entspreche, so die Stadt.

Hinzu kommen Zusatzkosten in Höhe von etwa 300 000 Euro, die aus kommunalpolitischen Beschlüssen für eine Fassadenbegrünung, eine Photovoltaikanlage und eine Zisterne resultieren. Die Mehrkosten werden gedeckt, weil der Bau eines städtischen Wohnhauses an der Alten Schulstraße in diesem Jahr noch nicht ansteht.

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