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Er radelt, um Kindern zu helfen

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So wird er morgen in Fischbach losfahren: Eik Elstner geht auf Spendentour nach Portugal. privat
So wird er morgen in Fischbach losfahren: Eik Elstner geht auf Spendentour nach Portugal. privat © privat

Eik Elstner fährt 3000 Kilometer nach Portugal und sammelt für Krebshilfe-Verein

Kelkheim - Cycling 4 life“ hat Eik Elstner sein Projekt genannt. Übersetzt ist es um eine gute Sache: „Radfahren für das Leben“ möchte der Fischbacher in den kommenden gut vier Wochen. Der 34-Jährige hat sich zum Ziel gesetzt, von der Möbelstadt bis an die Algarve-Küste in Portugal zu radeln. Knapp 3000 Kilometer und 25 000 Höhenmeter will Elstner mit seinem Rennrad bewältigen. Natürlich möchte er im Ziel in Portugal eine Woche im optimalen Fall Urlaub machen. Doch der Banker strampelt sich in erster Linie für junge Menschen ab, die es weniger gut haben im Leben. Er will mit der Aktion Spenden sammeln für den Frankfurter Verein „Hilfe für krebskranke Kinder“.

Elstner weiß, dass jedes Jahr etwa 2200 Kinder in Deutschland an Krebs erkranken. Und dass im Verein betroffene Eltern aktiv sind, die wissen, welche Art von Hilfe wichtig ist. Elstner betont, dass diese Initiative an der Frankfurter Uni-Klinik eine sehr gute Arbeit leiste. Das laufe dort sehr professionell, „man weiß, wo das Geld hingeht“, sagt der Freizeitsportler, der auch die eigene Forschung des Vereins hervorhebt. Es ist ein Grund, weshalb sich Elstner für die gute Sache aufs Rad setzt. Die Familie sei schon immer gerne nach Portugal in den Urlaub gereist. „Irgendwann fahre ich dorthin mit dem Rad“, erinnert sich der Fischbacher an seinen Plan.

Das wird nun passieren. Morgen geht es los. Sein Freund Tobias Lusky wird ihn etwa die halbe Strecke bis nach Barcelona begleiten. Diese Route haben sie schon vorgeplant, Übernachtungen in Hotels und Jugendherbergen gebucht. Sie mussten bei kurzfristigen Änderungen kostenlos stornierbar sein, zudem sei ein Frühstück bei diesen Anstrengungen sehr wichtig, betont der Athlet, der sich auskennt. Denn Elstner ist schon zweimal beim Ironman-Triathlon in Frankfurt erfolgreich ins Ziel gekommen, ist Marathons gelaufen und legt mit dem Rad bis zu 5000 Kilometer im Jahr zurück. Als eine Art „Servicefahrzeug“ sind auch seine Eltern in diesem Zeitraum in Richtung Portugal unterwegs, denn viel Gepäck kann das Duo auf seinen Rennrädern nicht mitnehmen.

Spendenseite und Instagram-Tagebuch

Sein Modell der Firma Storck aus Idstein wiegt nur 7,5 Kilo. Eine Umstellung werde es trotzdem mit dem Ballast, sagt Elstner. Zudem wisse er noch nicht, welche Strecke dann in Spanien und Portugal auf ihn zukommt. „Das ist ein bisschen Tour-de-France-Feeling“, blickt er mit Respekt voraus, hat auch Regeneration eingeplant, will sonst je rund 120 Kilometer täglich zurücklegen. Elstner hat sich fünf Wochen Urlaub genommen, um das in die Tat umzusetzen. Vielleicht unterstütze ihn die Stiftung seines Arbeitgebers Deka-Bank noch, hofft er. Die Mischung aus „sportlicher Herausforderung, Spaß und dem guten Zweck“ reize ihn. Vor allem aber wolle er damit „Hoffnung für alle geben, die zurzeit eine schwere Zeit durchleben. Kämpfen lohnt sich.“ Als Ziel hat er sich gesetzt, mindestens 5000 Euro für den Kinderkrebshilfe-Verein zu sammeln. Etwa ein Fünftel ist beisammen. Wer mitmachen möchte, kann dies im Internet unter https://www.kinderkrebs-frankfurt.de/spenden/eigene-aktion/?cfd=7nl9v tun. Wer Elstner begleiten will, darf ihn über Instagram „cycling4life2022“ verfolgen.

Mit Respekt und Abenteuerlust - so ist Elstner schon manchen Herausforderungen begegnet. Etwa seinen Iron-Mans, wo er in Zukunft nochmal einen Zieleinlauf schaffen will. Oder bei der Überquerung des Watzmann-Massivs. Aufgewachsen in Fischbach, hat er früher ganz andere sportliche Prüfungen gemeistert. Erst beim Tennis und Fußball, später in der Schachvereinigung Eppstein. Dort war Elstner in der Jugend Hessenmeister. Nun wünscht er sich im Radfahrer-Jargon für die nächsten Wochen „gute Beine“.

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