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Diese Jobmesse gibt jungen Leuten eine Perspektive

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„Jubizu“ mit 45 Ständen und vielen Vorträgen / Stadt macht gemeinsame Sache mit Schulen

Kelkheim - Den Fachkräftemangel spürt auch die Firma Howmet Aerospace aus Münster, die der Luft- und Raumfahrtindustrie zuliefert. Gerade seien zwei Auszubildende eingestellt worden, berichtet Personalmanager Holger Gennat. Doch die Anzeigen, selbst in Sozialen Netzwerken im Internet, fruchteten kaum. „Wir waren überrascht, dass die Resonanz doch sehr überschaubar ist.“ Wie gut, dass Howmet eine andere Chance hat, Nachwuchs zu begeistern: die Messe „Jugend - Bildung - Zukunft“ („Jubizu“), die nach zwei Jahren Pandemie-Pause am Freitag, 30. September, die Türen der Stadthalle öffnen wird.

Dort habe auch Howmet einen Auszubildenden gewinnen können, berichtet Gennats Kollege Dennie Lippert. Zusammen werben sie mit den anderen Protagonisten für die Messe. Vormittags werden dort mehrere Hundert Schüler der Eichendorffschule (EDS), des Privatgymnasiums Dr. Richter (PDR), der Gesamtschule Fischbach (GSF) und der Anne-Frank-Schule erwartet. Von 13 bis 16 Uhr steht die Messe allen Besuchern offen, Schülern und Eltern. Die Stadt habe festgestellt, dass die Zielgruppe der Jugendtreffs - also Schüler, die nicht immer das Gymnasium besuchen - bei solchen Berufs-Orientierungstagen doch sehr „schüchtern“ seien und oft nur die kleinen Geschenke statt wichtige Informationen mitnehmen, sagt Petra Bliedtner. Deshalb hat die Leiterin des Amtes für Jugend und Integration mit Team vor einigen Jahren eine kleinere, überschaubarere Messe auf die Beine gestellt. Howmet ist auch als Sponsor dabei.

Bürgermeister Albrecht Kündiger sieht den Fachkräftemangel als „große gesellschaftliche Herausforderung“. Dabei seien die Chancen für junge Leute „noch nie so groß gewesen“. Er vermisse aber hier und da „das Gefühl, positiv in die Zukunft zu schauen“. Für Bliedtner hat die Orientierung zu einem Auslandsaufenthalt eine wichtige Bedeutung. Hier kooperiert die Stadt mit der EDS, informiert bei der „Jubizu“ und hat mit Martin Sulger einen Kollegen, der nun diesen Bereich betreut. Die Schulleitungen sind gerne mit im Boot. Insgesamt gibt es 45 Stände in und vor der Stadthalle. Die Verwaltung selbst wird auch den Garten- und Landschaftsbau vorstellen, Hessen Mobil plant eine Schubkarren-Rallye, die Feuerwehr ist mit einem Wagen präsent. Die Palette der Firmen reicht von A wie Adolf Mohr Maschinenfabrik und Autohaus Goethling über D wie Deutsche Lufthansa, H wie Hochschule Rhein-Main bis R wie Rothenberger Werkzeuge und V wie Varisano-Kliniken. Das Rote Kreuz, die Handwerkskammer, der Main-Taunus-Kreis und das Finanzamt sind dabei. Es gibt einige Vorträge den ganzen Tag über, wo es um Karrierechancen in der Bauwirtschaft, die Frage „Was bringt ein Praktikum?“, den Kfz-Mechatroniker und das perfekte Motivationsschreiben geht.

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