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Atzelbergturm steht erst im Frühjahr

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Wiederaufbau verzögert sich erneut, weil Fundament verstärkt werden muss

Kelkheim - Atzelbergturm: Es geht los! Die Vorbereitungsarbeiten für die Neuaufstellung des Atzelbergturms haben begonnen. Gestern wurden der große Betonblock und die Treppenanlage abgestemmt und die Bewehrung für die Ertüchtigung des Fundamentes wurde gelegt.“ Das hatte die Verwaltung Ende März gemeldet. Der Wiederaufbau des Eppenhainer Wahrzeichens, das zwei Mal komplett oder in Teilen abgebrannt war, konnte beginnen. Beim ersten Spatenstich für den Bau des neuen Feuerwehrhauses Ende Juni interessierten sich die Bürger am Rande ebenfalls für den Atzelbergturm. Bürgermeister Albrecht Kündiger berichtete damals, dass der Turm vermutlich erst im Dezember fertig werde. „Und wir haben sogar eine Jahreszahl: 2022.“

Seine Hoffnungen haben sich jetzt nicht erfüllt. Denn es ist Dezember und von einem neuen Atzelbergturm ist noch weit und breit keine Spur. Bei der Bürgersprechstunde zuletzt gab er vor rund 60 Eppenhainern einen aktuellen Bericht zur Sachlage ab. Er rechne nun mit einem Aufbau im Frühjahr 2023. „Das ist eine Sache, mit der ich nicht glänzen kann, wo wir in der Zeit hinterherhinken“, räumt der Bürgermeister ein. Das Fundament reicht für den Neuaufbau des Stahlturms doch nicht aus, es müsse verstärkt werden. Für den Verzug zuvor nennt er auch die Pandemie und Lieferengpässe als Gründe. Die Stahlkonstruktion an sich steht indes „kurz vor der Fertigstellung“. Wie Kündiger noch ergänzt, soll auch der Grillplatz in der Nähe des Turms unverändert bestehen bleiben.

Bei den Kosten war die Stadt optimistisch, diese aufgrund der vereinbarten Fixpreise weitgehend halten zu können. Der Turm soll in Stahlbauweise für rund 600 000 Euro wiedererrichtet werden. Etwa die Hälfte der Kosten übernimmt die Versicherung. Entstehen soll ein 27 Meter hoher „Stift“ aus verzinktem Stahl - nachdem der hölzerne Vorgänger des Atzelbergturms 2017 durch Brandlegung zerstört wurde. Es soll ein Turm mit einem runden Querschnitt entstehen. Der Durchmesser liegt bei 4,60 Meter. Außen werden Stahlstreben diagonal angebracht, damit der Turm seine Festigkeit bekommt. In der Mitte verläuft eine 30 Zentimeter breite Röhre. Daran hängt eine Wendeltreppe mit knapp 200 Stufen. Gesichert wird dieser Aufstieg durch das Stahlnetz. An fünf Stellen gibt es Öffnungen, hier können Besucher auf kleinere Plattformen treten, anderen Treppensteigern ausweichen. Oben angekommen, schließt eine Rundplattform für 15 bis 20 Besucher den Turm, der optisch einer Rakete ähnelt, ab.

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