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Für Wahlsieger Albrecht Kündiger gab es Blumen. Im Hintergrund steht Dirk Hofmann. Michael schick
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Für Wahlsieger Albrecht Kündiger gab es Blumen. Im Hintergrund steht Dirk Hofmann. Michael schick

Kelkheim

Albrecht Kündiger bleibt Kelkheimer Bürgermeister

Die CDU hat es nicht geschafft, den Chefsessel im Kelkheimer Rathaus zurückzuerobern. Der Wahlsieg für Grünen-Politiker Albrecht Kündiger fällt aber deutlich knapper aus als vor sechs Jahren.

Auch wenn das Ergebnis in ein paar Wahlbezirken ziemlich knapp ausfiel und Dirk Hofmann (CDU) drei Wahlbezirke sogar klar für sich entscheiden konnte – der Sieg von Amtsinhaber Albrecht Kündiger (Unabhängige Kelkheimer Wählerliste (UKW)) bei der gestrigen Bürgermeisterstichwahl war zu keinem Zeitpunkt gefährdet.

Schlag auf Schlag kamen ab Viertel nach sechs die Ergebnisse aus den Wahllokalen. Die grüne Säule vor Kündiger schrumpfte im Laufe der Zeit etwas, Hofmann holte auf. Am Ende gewann der Grünenpolitiker Kündiger aber mit 53,9 Prozent und einem Vorsprung von 925 Stimmen auf seinen christdemokratischen Herausforderer.

Im ersten Wahlgang vor zwei Wochen hatten Albrecht Kündiger nur 104 Stimmen gefehlt, um die 50-Prozent-Hürde zu nehmen. Die Bewerber von SPD, Freien Wählern und FDP waren mit jeweils fünf Prozent ausgeschieden. Dirk Hofmann landete bei 34,2 Prozent.

Er freue sich riesig über den Wahlsieg, sagte Kündiger, der in seinem Büro im Rathaus ausgeharrt hatte und, begleitet von Applaus und Blitzlichtgewitter, in den Plenarsaal kam, als fast alle Stimmen ausgezählt waren. Die CDU habe ihm im Wahlkampf alles abverlangt, räumte der 62-Jährige ein. „Ich musste in den letzten Tagen vor der Stichwahl ganz schön ranklotzen.“ Auch für seine Unterstützerinnen und Unterstützer seien die vergangenen Wochen eine riesige Herausforderung gewesen.

Albrecht Kündiger ist seit 2015 im Amt. Für viele unerwartet hatte er bei der Stichwahl vor sechs Jahren die CDU-Kandidatin Sabine Bergold mit 60,8 Prozent deutlich geschlagen. Eine jahrzentelange Ära, in der stets die CDU den Bürgermeister in Kelkheim stellte, war damit beendet.

Auch wenn die Christdemokraten es nicht geschafft haben, den Chefsessel im Kelkheimer Rathaus zurückzuerobern, zeigte sich Parteichef Alexander Furtwängler doch zufrieden mit dem Ergebnis der Stichwahl. Dirk Hofmann habe unter Corona-Bedingungen gegen einen populären Amtsinhaber antreten müssen. „Das war nicht einfach.“

Hofmann, der die Stimmenauszählung mit Ehefrau Sandra an seiner Seite im Plenarsaal mitverfolgt hatte, sprach von einem „durchaus akzeptablen“ Resultat. Und er verwies darauf, dass die Kelkheimer CDU bei den Kommunalwahlen vor zwei Wochen wieder stärkste Kraft geworden sei, wohingegen die Umfrageergebnisse der Bundespartei in den Keller rutschten. Am heutigen Montag will der CDU-Parteivorstand mit Koalitionsgesprächen beginnen, alle im Parlament vertretenen Parteien sollen dazu eingeladen werden.

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