Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Keine Spielothek in Flörsheim

Magistrat lehnt Grundstücksverkauf ab / SPD wütend über Indiskretion

Im Flörsheimer Gewerbegebiet West wird es keine Spielothek geben. Der Magistrat hat mit der Mehrheit von CDU und FDP einen entsprechenden Grundstücksverkauf abgelehnt. "Ich bin tief enttäuscht über die Entscheidung", reagierte Bürgermeister Michael Antenbrink (SPD) auf die Entscheidung. Damit würde der Stadt in einer äußerst schwierigen finanziellen Lage der Kaufpreis in Höhe von 500-000 Euro entgehen.

Wirklich wütend ist die SPD, weil im Vorfeld vertrauliche Informationen aus dem Magistrat über den Grundstücksverkauf an eine Zeitung weitergegeben wurden. "Das markiert einen Tiefpunkt im Verfall der politischen Sitten in der Flörsheimer Kommunalpolitik", sagte SPD-Fraktionschef Gerd Mehler. Diese Indiskretion verstoße gegen das Vertraulichkeitsgebot der Hessischen Gemeindeordnung. Aus parteipolischen Interessen werde der Bürgermeister blockiert, so Mehler, und damit der Stadt Schaden zugefügt.

Das rund 3000 Quadratmeter große Grundstück am Bachweg hatte die Stadt Flörsheim noch vor Antenbrinks Amtszeit im Jahr 2005 erworben. Nach Einschätzung von Gutachtern wurde damals ein überhöhter Kaufpreis gezahlt. Bis heute, so die Gutachter, sei der Grundstückswert weiter auf 160 Euro je Quadratmeter gesunken.

"Mit einem Verkaufspreis von 174,50 Euro in den Verhandlungen mit dem potenziellen Käufer wurde ein sehr gutes Ergebnis erzielt", erklärte Antenbrink. Rein rechnerisch hätte dieser Verkauf einen einmaligen Verlust von 61-000 Euro bedeutet. Dem stünden, so der Bürgermeister, allerdings zusätzliche Steuereinnahmen von rund 62-500 Euro pro Jahr und Ersparnisse von Kreditzinsen von jährlich rund 25-000 Euro gegenüber.

"Natürlich hat der Einnahmenverlust uns zu denken gegeben, wir wollen aber nicht um jeden Preis alles hier ansiedeln", begründete der Flörsheimer CDU-Vorsitzende Marcus Reif die Ablehnung seiner Partei. Das betreffende Grundstück befindet sich an der Einfahrt zu einem Gewerberondell. Hier stehen weitere Grundstücke zum Verkauf. Reif fürchtet, dass sich eine Spielothek negativ auf die Ansiedlung neuer Unternehmen auswirken könnte. Er weist darauf hin, dass in Weilbach eine Spielothek gebaut wird. "Hier wollen wir erst einmal Erfahrungen mit möglichen Randaspekten sammeln", sagte er. (gf)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare