1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Main-Taunus-Kreis

Keine Jagd auf Vögel

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Andrea Rost

Kommentare

Flörsheim Hubschraubereinsätze hatten laut Polizei andere Gründe

Helle Aufregung herrschte in der vergangene Woche im Neubaugebiet Nord. Von zwei Hubschraubereinsätzen in der Einflugschneise der neuen Landebahn berichtete eine Anwohnerin. Einmal habe der Hubschrauber Luftballons auseinandergetrieben, ein anderes Mal einen Krähenschwarm verscheucht. Die Eddersheimer Bürgerinitiative für Umweltschutz (BfU) befürchtete eine ungelöste Vogelschlagproblematik über bebautem Gebiet, wies erneut darauf hin, dass die Wirksamkeit des neuen Frühwarnsystems Mivotherm nicht erprobt sei.

Olrik Orzelski von der Polizeidirektion Main-Taunus bestätigte auf FR-Anfrage die beiden Hubschraubereinsätze über Flörsheim. Am Sonntag, 23. Oktober, hätten Bürger eine größere Menge Luftballons steigen lassen. Am darauffolgenden Montag war einem Anwohner in der Lahnstraße eine dunkle Flüssigkeit aufs Dach geregnet. In beiden Fällen habe es sich um normale Kontrollflüge gehandelt. Kristina Kelek von der Deutschen Flugsicherung (DFS) schloss gegenüber der FR aus, dass von der DFS Hubschrauber angefordert würden, um Vögel zu vertreiben. Dafür gebe es Frühwarnsysteme.

Die Ergebnisse könnten die Piloten im Cockpit abrufen und sich danach richten. Die Luftballons, die über dem Einkaufszentrum Flörsheim Kolonnaden am verkaufsoffenen Sonntag in den Himmel stiegen, seien genehmigt gewesen. „Allerdings nur einzeln und nicht in einer langen Kette.“ Deshalb habe die Besatzung eines Polizeihubschraubers nach dem Rechten gesehen.

Auch interessant

Kommentare