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Kein Kaffeekränzchen

Eschborn Frauensalon beginnt Saison mit neuem Team / "Mehr Zeit für Diskussionen"

Von GESA FRITZ

Endlich gibt es Klarheit: Der Frauensalon in Niederhöchstadt hat eine Zukunft. "Im September geht es mit unseren Vorträgen weiter", sagtWaltrad Gebauer, die gemeinsam mit fünf anderen Frauen den Salon weiterführt.

Im vergangenen März feierte der Frauensalon sein zehnjähriges Bestehen. Gleichzeitig erklärten die Frauen, dass die Zukunft des Salons völlig ungewiss sei. "Wir waren ausgepowert", sagt Gebauer, die das offene Treffen für Frauen mitbegründet hat. Eine Bedingung dafür, dass es weitergeht, war, dass neue Frauen mit in die Führungsriege einsteigen. Jetzt sind es vier Neulinge und zwei aus dem alten Stamm, die den Salon weitertragen.

Das Team will Bewährtes fortsetzen. Auch in Zukunft werden die Frauen sich einmal monatlich im Café Perplex treffen und reden. Mit Kaffeekränzchen haben die Zusammenkünfte aber nichts zu tun. Die Damen treffen sich zu niveauvollen Vorträgen und lebendigen Diskussionen. Die Malerin Frida Kahlo war eines der prominenten Themen, ebenso die Dichterin Hilde Domin. Es waren aber auch schon eine junge Schiffsoffizierin und eine Polizistin, die in Bosnien Friedensarbeit leistete, persönlich eingeladen.

Es wird aber auch einige Änderungen geben. "Wir wollen im Anschluss an die Vorträge mehr Zeit für Diskussionen", sagt Gebauer. Außerdem wird der Untertitel der bisherigen Veranstaltung "Allein unter Frauen" gestrichen. "Das hat manche unnötig abgeschreckt", sagt Gebauer. Emanzengehabe liege ihnen fern.

Der Frauensalon knüpft an die Salonkultur des 18. und 19. Jahrhunderts an. Damals entstanden Salons, weil die Frauen sich in der Öffentlichkeit nicht versammeln durften. So hatten sie einen Ort, an dem sie frei ihre Meinung äußern konnten.

Beim ersten Treffen im September wird es um die 68er-Bewegung gehen, und was diese für die Frauen verändert hat. "Damals gab es in Frankfurt noch einige Gaststätten, die Frauen ohne Begleitung nicht betreten durften", sagt Gebauer, die die Referentin dieses Abends sein wird. Weitere geplante Themen sind die Rolle der Frauen in der Geschichte oder ganz praktische Probleme, die das Altern betreffen.

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