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Katja Adler kandidiert.
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Katja Adler kandidiert.

Kelkheim

Katja Adler tritt an

  • Torsten Weigelt
    VonTorsten Weigelt
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Die FDP-Vorsitzende aus Oberursel bewirbt sich als Erste Stadträtin in Kelkheim. Sie ist die gemeinsame Kandidatin von CDU und FDP.

Katja Adler soll neue Erste Stadträtin von Kelkheim werden. Die Fraktionsvorsitzenden von CDU und FDP, Markus Bock und Heinz Kunz, haben ihre gemeinsame Kandidatin gestern der Presse präsentiert. Damit sorgen die beiden Kooperationspartner für ein Novum: Bislang waren die beiden hauptamtlichen Magistratsposten in der Möbelstadt ausschließlich von Männern besetzt gewesen.

Adler soll die Nachfolge von Dirk Westedt (FDP) antreten, der am 1. Oktober als Bürgermeister in seine Heimatstadt Hochheim wechselt. Nachdem sein Wahlsieg feststand, begann eine recht holprige Kandidatensuche. Die Kelkheimer FDP, die laut Kooperationsvereinbarung das Vorschlagsrecht für den Ersten Stadtrat hat, wollte den Posten zunächst aus den eigenen Reihen besetzen.

Der Vorsitzende des Ortsverbandes, Ramin Peymani brachte sich über die Medien selbst ins Spiel, verbunden mit dem Angebot auf zehn Prozent seines Gehalts zu verzichten. Doch damit fand er beim Kooperationspartner keine Gegenliebe, insbesondere Bürgermeister Thomas Horn (CDU) soll von dem Vorstoß „not amused“ gewesen sein.

Kinder als Schwerpunkt

Also schauten die Freien Demokraten über den lokalen Tellerrand hinaus und wurden im Nachbarkreis fündig. Katja Adler ist Vorsitzende des FDP-Ortsverbandes von Oberursel. Beruflich ist die 40 Jahre alte Diplom-Verwaltungswirtin derzeit als Referentin im rheinland-pfälzischen Sozialministerium tätig.

Zuvor hatte Adler, die in Eisenhüttenstadt aufgewachsen ist, in den Bildungsministerien von Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz gearbeitet, wo sie sich unter derem um die Hochschulfinanzierung gekümmert hat. „Die fachliche Qualifikation war ein wesentliches Auswahlkriterium“, sagt Heinz Kunz. In Kelkheim ist der Erste Stadrrat traditionell für Finanzen und Soziales zuständig.

Katja Adler selbst sieht ihren politischen Schwerpunkt im Bereich Kinderbetreuung. Über eine Initiative für eine Kinderkrippe in Oberursel, wo sie seit 2002 lebt, war die zweifache Mutter überhaupt erst in die Politik gekommen. Seit 2010 ist die FDP-Mitglied. Als sie die Anfrage von den Kelkheimer Parteifreunden erhalten habe, sei sie erst einmal sprachlos gewesen. Doch nach einer kurzen Bedenkzeit sei sie davon überzeugt gewesen, „dass ich das wuppen kann“.

Voraussichtlich Anfang 2015 muss sie sich dem Votum der Kelkheimer Stadtverordneten stellen. Dass sie gewählt wird, dürfte Formsache sein: CDU und FDP haben im Parlament eine klare Mehrheit. Markus Bock sprach von einer „hervorragenden Kandidatin“. Bei einem Besuch in der CDU-Fraktion habe Katja Adler am Dienstag einen sehr guten Eindruck hinterlassen.

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