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Künftig wird im Kastengrund das Sozialzentrum des Main-Taunus-Kreises seinen Sitz haben.
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Künftig wird im Kastengrund das Sozialzentrum des Main-Taunus-Kreises seinen Sitz haben.

Hattersheim

Kastengrund wird Sozialzentrum

  • Kerstin Klamroth
    VonKerstin Klamroth
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Mitarbeiter des Main-Taunus-Kreises sollen Anfang Juli in das Sozialzentrum umziehen. Es entsteht im Kastengrund, wo auch Flüchtlinge untergebracht werden sollen.

Das Amt für Arbeit und Soziales sowie das Amt für öffentliche Sicherheit und Ordnung des Main-Taunus-Kreises werden im Juli in die ehemalige Tierversuchsanstalt Kastengrund umziehen. Das teilte Kreissprecherin Deike Wichmann mit. Laut Landrat Michael Cyriax (CDU) entsteht dort das Sozialzentrum des Main-Taunus-Kreises mit rund 300 Mitarbeitern. Im Kastengrund sind auch Unterkünfte für 800 Flüchtlinge geplant.

„Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, sagte Cyriax. „Eine Verwaltung – ein Standort, das war bisher das richtige Konzept.“ Doch angesichts der Flüchtlingskrise müsse man zahlreiche neue Mitarbeiter unterbringen. Dei beiden Ämter, die in das neue Sozialzentrum umziehen, sind laut Cyriax beide mit dem Thema Asyl befasst: Das Amt für öffentliche Sicherheit und Ordnung sei weiterhin für das Ausländerwesen zuständig, neuerdings aber auch für die Betreuung von Flüchtlingen. Das Amt für Arbeit und Soziales sorge für die Integration der Flüchtlinge am Arbeitsmarkt. Beiden Ämtern steht der Kreisbeigeordnete Johannes Baron (FDP) vor.

Die Flüchtlinge sollen den Kastengrund nach dem Umbau zwischen Oktober 2016 und März 2017 beziehen. Laut Cyriax könnten dort auch Sprach- und Integrationskurse stattfinden. Der Kreis hatte die ehemalige Tierversuchsanstalt für 8,1 Millionen Euro gekauft, für den Umbau sind rund sechs Millionen Euro budgetiert. Im Kreis arbeitet eine „Projektgruppe Sozialzentrum“ derzeit Details aus.

60 Flüchtlinge pro Woche

Im laufenden Quartal muss der Main-Taunus-Kreis nach Angaben von Baron 880 Flüchtlinge unterbringen, das sind rund 60 Flüchtlinge pro Woche. Die Zahl sei niedriger ausgefallen als angenommen, dennoch könne von Entspannung keine Rede sein, so Baron. Offen hält sich der Kreis die Option, weiterhin den Kommunen Flüchtlinge direkt zuzuweisen. Nach Aussage von Baron sind als nächstes Schwalbach und Kriftel an der Reihe. Schwalbach muss ab dem 8. Februar 149 Asylbewerber aufnehmen, Kriftel ab dem 15. Februar 126.

Damit hat die Obstbaugemeinde vom Kreis noch einmal Aufschub bekommen, um neue Unterkünfte für Flüchtlinge fertigzustellen. Ursprünglich war die Frist bis zum 25. Januar, dann bis zum 1. Februar gesetzt worden. Laut Stadtsprecher Matthias Kippert wird die Fläche des 3700 Quadratmeter großen Geländes neben den Sportanlagen an der Hofheimer Straße derzeit hergerichtet. Danach sollen Gräben für die Verlegung von Strom- und Wasserleitungen sowie Abwasserkanäle ausgehoben werden. Für 610 000 Euro hat die Gemeinde laut Kippert einem Campingplatzbesitzer aus Rügen „Mobile Homes“ abgekauft, in denen die Flüchtlinge künftig wohnen sollen. Kriftel hatte sich entschieden, Schwarzbachhalle und Weingartensporthalle nicht als Flüchtlingsunterkünfte umzuwidmen, damit sie von den Vereinen weiter genutzt werden können.

Die Notunterkünfte des Landes in Hattersheim, Bad Soden und Hofheim waren Anfang der Woche geräumt worden. Während Hattersheims Bürgermeisterin Antje Köster (SPD) davon ausgeht, fünf Vereinen die Karl-Eckel-Sporthalle Anfang April nach Instandsetzung wieder übergeben zu können, ist es in Hofheim noch unklar, ob die Stadt nicht selbst die Ländcheshalle als Unterkunft brauchen wird. Die Wählergemeinschaft Wallau appellierte an die Stadtverwaltung, andere Lösungen zu finden.

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