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Die Pflanze des Bösen: der Riesnbärenklau.

Giftige Pflanze

Kampf dem Riesenbärenklau

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Er macht sich vor allem in Hofheim und Bad Soden breit und verdrängt einheimische Gewächse: der Riesenbärenklau. Kreis und Schutzgemeinschaft Deutscher Wald starten nun die Gegenoffensive.

Große, weiße Blüten, zwei bis drei Meter hohe Stengel, imposante Blätter - der Riesenbärenklau macht was her. Doch die Pflanze ist gefährlich: Ihre Brennhaare können in Verbindung mit Sonnenlicht schwere Verbrennungen der Haut auslösen. Niemals sollte man den Riesenbärenklau deshalb ohne schützende Handschuhe anfassen, rät der Erste Kreisbeigeordnete und Umweltdezernent des Main-Taunus-Kreises Hans-Jürgen Hielscher (FDP).

Im Kreis kommt der Riesenbärenklau an mehreren Stellen vor. Der größte Bestand befindet sich im Kahlbachtal in der Nähe des Bad Sodener Stadtteils Altenhain. Auf einer Fläche von bis fünf Hektar hat sich die giftige Pflanze dort verbreitet. "Das sind gut fünf Fußballfelder", sagt Hielscher.

Abmähen, ausgraben, abstechen

Seit dem Frühjahr vergangenen Jahres bekämpft die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald den Riesenbärenklau im Auftrag des Kreises. Dabei wurden verschiedene Methoden ausprobiert: Mit Schippen und Sensen gehen die Helfer gegen die Pflanzen vor. Sie haben den Riesenbärenklau abgemäht, ausgegraben, die Wurzeln abgestochen und die Blütendolden abgeschlagen. Im Herbst wurden schließlich die Böden aufgerissen und starke einheimische Gräser eingesät, die sich gegen den Riesenbärenklau behaupten können.

"Jetzt werden wir überprüfen, welche Vorgehensweise am erfolgreichsten war und so weiterarbeiten", sagt Hielscher. Drei weitere große Riesenbärenklau-Bestände wurden laut einem Gutachten der Unteren Naturschutzbehörde in der Vorderheide in Hofheim gefunden. Dort kommt die Pflanze auf Flächen von jeweils mehr als 2500 Quadratmetern vor. Insgesamt gibt es laut Hielscher im Kreis mindestens 54 Bestände von Riesenbärenklau und ein Vorkommen von Beifußambrosie. Beide Pflanzen sind so genannte Neophyten. Sie wurden eingeschleppt und verdrängen heimische Gewächse. Zum Teil sind sie sehr giftig.

Die Beifußambrosie ähnelt dem heimischen Beifuß, blüht von Mitte Juli bis Mitte Oktober und macht Allergikern schwer zu schaffen, weil sie eine große Menge Pollen freisetzt und auch Asthma auslösen kann. Auch die Beifußambrosie soll nicht mit bloßen Händen, sondern immer mit Handschuhen angefasst werden. Die Blütenstände sollte nur über den Hausmüll entsorgt werden, sonst verbreiten sich die Samen ungehindert weiter.

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