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Jung und Alt zusammenbringen

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Monika Altenhofen, Vorsitzende des Seniorenbeirats der Stadt Hofheim.
Monika Altenhofen, Vorsitzende des Seniorenbeirats der Stadt Hofheim. © Rolf Oeser

Die neue Vorsitzende des Seniorenbeirats, Monika Altenhofen, wünscht sich einen Treff für alle Generationen. Die 69-Jährige tritt die Nachfolge von Axel Ansorg an.

Von Barbara Helfrich

Dass die Generationen einander unterstützen, hat in Monika Altenhofens Familie Tradition. „Mein Vater ist im Krieg gefallen, meine Mutter war noch sehr jung. Deswegen bin ich sehr großelternbezogen aufgewachsen“, erzählt die neue Vorsitzende des Hofheimer Seniorenbeirats. Inzwischen habe sie selbst ein sehr enges Verhältnis zu ihren eigenen Enkelkindern: „Die älteren helfen mir immer mit dem Computer.“

Jung und Alt zusammenzubringen ist eines der Ziele, dass sie sich für ihr neues Amt gesteckt hat. Ihre Idee ist ein generationenübergreifender Treffpunkt, bei dem Großmütter etwa zeigen können, wie man Kuchen backt und dafür von den Enkeln Tipps für moderne Medien bekommen.

Monika Altenhofen hat vor wenigen Wochen als Vorsitzende des Seniorenbeirats die Nachfolge von Axel Ansorg angetreten. Er hatte das Gremium seit Ende 1996 geführt, aber bei der Wahl im vorigen Jahr nicht mehr kandidiert. Aktiv ist er aber nach wie vor als Vorsitzender des Vereins Senioren-Nachbarschaftshilfe. Monika Altenhofen ist seit sechs Jahren im Seniorenbeirat. Die 69-Jährige lebt seit 35 Jahren in Lorsbach, wo sie bis zum Ruhestand in einer Bankfiliale arbeitete.

Altersarmut sei eines der Themen, mit denen der Seniorenbeirat oft konfrontiert werde. Nach dem Sozialbericht des Kreises seien vor allem Frauen über 60 Jahre betroffen. „Viele tun sich aber schwer, das einzugestehen“, weiß Monika Altenhofen aus Gesprächen: „Das ist noch die Kriegsgeneration, die alles allein schaffen will.“ Wenn die Geldnöte zu groß werden, sei es für ältere Menschen manchmal leichter, sich an den Seniorenbeirat zu wenden als direkt an die Behörden: „Da ist die Hemmschwelle niedriger.“

Fitte Mitstreiter gesucht

Die städtische Senioren-Beratungsstelle sei in Hofheim „vorbildlich und sehr kompetent“, lobt Altenhofen. Mit den Rathausmitarbeiterinnen kooperiere der Seniorenbeirat oft eng, etwa wenn für einen Bürger der Umzug in ein Altenpflegeheim ansteht. Dass in der Kreisstadt bald ein weiteres Seniorenheim gebaut werden soll, begrüßt Altenhofen. Sie erzählt von einer Frau, die in den Hofheimer Einrichtungen keinen Platz fand, nach Schwalbach umziehen musste und darüber „ganz unglücklich“ gewesen sei: „Sie hatte ihr gesamtes Umfeld hier.“ Mobilität zählt sie ebenfalls zu den „vielen Baustellen“, mit denen sich die elf Mitglieder des ehrenamtlichen Beirats beschäftigen. Dabei geht es etwa um überfüllte Busse, defekte Fahrstühle oder Haltestellen, die bei Schnee nicht geräumt werden.

Unterstützung von „jungen, fitten Alten“ könne das Gremium gut gebrauchen, angesprochen seien alle über 60, sagt Altenhofer. Doch viele würden den Seniorenbeirat erstmals wahrnehmen, wenn sie selbst Probleme haben: „Wir haben eher mit Hochbetagten zu tun.“

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