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Schwalbach

Jugendliche packen selbst an

Am BMX-Parcours laufen Umbau- und Sanierungsarbeiten. Auf dem Schwalbacher Parcours gibt es Jumps verschiedener Schwierigkeitsgrade, damit sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene auf der Bahn Spaß haben können.

Von Jöran Harders

Alles begann mit einem großen Erdhaufen. 30 Kubikmeter Erde hatte ein Unternehmen im Auftrag der Stadt am Freitagvormittag angeliefert – Rohmaterial für die Umbau- und Sanierungsaktion am BMX-Parcours, die noch bis morgen läuft. Dann wurde geschaufelt. „Der Parcours nutzt sich durch das Befahren oder durch Wettereinflüsse ab und muss deshalb immer wieder ausgebessert werden“, erläuterte Organisator Robert Meyer. Diese notwendigen Arbeiten werden in der Regel von den Nutzern des Parcours selbst erledigt.

Meyer ist seit mehr als zehn Jahren begeisterter BMX- und Mountainbike-Fahrer. Regelmäßig ist der 23 Jahre alte Student auch auf dem Rundkurs in Schwalbach, dessen Einrichtung er 2010 mit initiiert hat. Das Gelände dafür hat die Stadt den BMX-Fahrern überlassen. Es liegt direkt neben dem Parkplatz an den Sportplätzen und am Vereinsheim des FC Sportfreunde. Die Stadt stellt auch Mittel für die Unterhaltung – jährlich bis zu 4000 Euro – zur Verfügung.

Ein bis drei Mal pro Jahr treffen sich etwa 15 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 20 Jahren, um auf dem Platz Löcher zuzuschaufeln, neue Hindernisse aufzubauen und Unkraut zu beseitigen. Doch bei den Treffen geht es nicht nur ums Arbeiten. „Es wird auch gemeinsam gegrillt und ältere Fahrer zeigen den jüngeren Sprünge oder geben Tipps“, sagt Meyer.

Gegen die Langeweile

Und nicht nur Schäden werden ausgebessert, sondern der Parcours wird auch immer wieder umgebaut, damit es beim Fahren nicht langweilig wird. Aufgeschüttet werden beispielsweise Steilkurven oder verschiedene Hügel für Sprünge – so genannte Jumps. Die BMX-Fahrer unterscheiden dabei zwischen Tables und Doubles. Tables bestehen aus einem kompakten Hügel und seien „aufwendiger zu bauen, aber besser für Anfänger geeignet“, erklärt Meyer. Doubles sind mehrteilige Hindernisse aus kleineren Hügeln, die einfacher zu bauen, dafür aber für die Fahrer schwieriger zu bewältigen seien.

Auf dem Schwalbacher Parcours habe man versucht, Jumps verschiedener Schwierigkeitsgrade aufzubauen, damit sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene auf der Bahn Spaß haben könnten. Dass man die Strecke jederzeit mit der Schaufel umgestalten könne, sei ein wesentlicher Vorteil eines solchen aus Erde aufgeschütteten Parcours im Vergleich zu BMX-Plätzen mit künstlichen Hindernissen.

Wahrscheinlich werde ein Wochenende nicht ausreichen, um alle geplanten Arbeiten an dem Parcours zu erledigen, schätzt Robert Meyer. Daher werde in den Ferien voraussichtlich noch eine weitere Aktion stattfinden. „Wenn alles repariert und umgebaut ist, werden die Strecke und alle Hindernisse vom Tüv geprüft“, stellt Meyer fest. Das sei aus versicherungsrechtlichen Gründen notwendig. Da die Strecke täglich von bis zu 20 Fahrern genutzt werde und offiziell freigegeben sei, müsse die Sicherheit garantiert sein. Dafür, dass auf dem Parcours keine Unfälle passieren, soll auch ein Verhaltenskodex der Nutzer sorgen, zu dem gegenseitige Rücksichtnahme gehört.

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