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Asiatische Halbesel werden als Landschaftspfleger eingesetzt.
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Asiatische Halbesel werden als Landschaftspfleger eingesetzt.

Flörsheim

Jubiläumsfest in den Kiesgruben

Seit 25 Jahren gibt es das Naturschutzhaus in Weilbach. Das Jubiläum wird am Sonntag, 5. Juni, von 14 bis 18 Uhr mit einem Familienfest gefeiert.

Von Jöran Harders

Martina Teipel beschreibt die Entwicklung der Umweltbildung und des Naturschutzhauses in den vergangenen 25 Jahren in den Weilbacher Kiesgruben als Erfolgsgeschichte. „Fast allen Menschen sind Naturthemen heute wichtig. Das merken wir an den Besucherzahlen in der Kiesgrube“, sagt die Leiterin des Naturschutzhauses.

Vor 30 Jahren wurden rekultivierte Abbauflächen auf dem Kiesgrubenareal zum Naturschutzgebiet erklärt, fünf Jahre später das Naturschutzhaus gegründet. Vor allem an Kindergärten und Schulen richtet sich das Angebot. „Im Unterricht spielt der Naturschutz mittlerweile eine größere Rolle als vor 25 Jahren. Trotzdem ist Überzeugungsarbeit immer noch wichtig“, so Teipel. Denn die Kinder von heute seien morgen für den Erhalt der Umwelt verantwortlich.

In den Kiesgruben könnten sie erleben, dass die Natur Schutz braucht und dass jeder durch sein eigenes Verhalten etwas für die Umwelt tun könne.

Zusätzlich zum Naturschutzhaus und dem dazugehörenden Naturlehrgebiet mit seinen Feucht- und Trockenbiotopen gibt es seit 2011 das Regionalparkportal mit Besucherzentrum, Spielplatz mit Kletterwand und einer Gaststätte. Während es im Naturschutzhaus um die Wissensvermittlung gehe, stehe im Regionalparkportal die Naherholung im Vordergrund, erläutert Teipel.

Die gelungene Kombination von Kiesabbau, Renaturierung, Umweltbildung und Naherholung stoße inzwischen weltweit auf Interesse. „Vor kurzem war sogar eine Gruppe aus Korea hier, um sich darüber zu informieren.“

Seit mehr als 30 Jahren gibt es in den Kiesgruben eine systematische Rekultivierung, die der Landschaftszerstörung durch den Kiesabbau ein Ende gesetzt hat. Vor dem Kiesabbau wird seitdem ein Rekultivierungsplan aufgestellt, der bestimmt, wie das Gelände nach Kiesabbau und Rekultivierung genutzt werden soll. Die aktuell bestehenden Kiesgruben sollen mit Erdaushub aufgefüllt und aufgeforstet werden.

Mit dem Geld aus dem Abbau finanziert die Anfang der 1980er Jahre gegründete Gesellschaft zur Rekultivierung der Kiesgrubenlandschaft die Renaturierungsarbeiten und betreibt unter anderem das Naturschutzhaus. Auf mehrere Hunderttausend Euro beziffert Martina Teipel die jährlichen Kosten für das Haus und die pädagogische Arbeit, alles in allem koste das Angebot in den Kiesgruben mehr als eine halbe Million Euro. Auch der Main-Taunus-Kreis beteilige sich an der Finanzierung.

Während direkt nach der Eröffnung des Naturschutzhauses pro Jahr nur rund 40 Schulklassen zu Gast waren, sind es aktuell etwa 250 Schulklassen, Kindergärten und Kindergruppen. 40 000 Besucher werden jährlich im Regionalparkportal gezählt. Im Jubiläumsjahr wird unter dem Motto „Treffpunkt Naturschutzhaus – ganz schön vielfältig“ das ganze Spektrum der Arbeit präsentiert. Biologische Vielfalt ist das Hauptthema; neu gibt es Kinder-Forscherwerkstätten, eine Fachtagung mit dem Titel „Kinder-Umwelt-Bildung“ und das Geburtstagsfest am kommenden Wochenende.

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