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Heinz Riesenhuber (CDU).
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Heinz Riesenhuber (CDU).

Bundestagswahl

CDU jubelt verhalten

Die Bundestagswahl löst im Main-Taunus-Kreis keine Triumphgefühle aus: Bei den Siegern herrscht nachdenkliche Stimmung, bei den Verlieren Entsetzen. Von Gesa Fritz und Claudia Horkheimer

Von Gesa Fritz und Claudia Horkheimer

Als um 18 Uhr die ersten Zahlen über die Bildschirme flimmerten, sprachen im Kreishaus vor allem die Minen. Enttäuschte Gesichter bei den Grünen, erschrocken aufgerissene Münder und ein geflüstertes "Ach du Scheibenkleister" bei der SPD.

Aber auch die Vertreter der CDU waren von sektklirrender Siegesfreude weit entfernt - die Politiker gaben sich eher unbeteiligt. Sichtbare Freude einzig bei der FDP: Brigitte Hewel, Vorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion, strahlte über das ganze Gesicht.

Dazu hatte sie auch allen Grund. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis gelang es der Kreis-FDP erstmals, bei Bundestagswahlen an der SPD vorbeizuziehen.

Die Wahlbeteiligung war mit 80 Prozent hoch, lag aber leicht unter den Zahlen vor vier Jahren. In Diedenbergen gingen die Wahlzettel aus und mussten nachgedruckt werden, sagte Hofheims Bürgermeisterin Gisela Stang (SDP). Schon um 19.30 Uhr standen die Ergebnisse der kleinsten Kreiskommune, Liederbach, fest.

"Was uns erwartet, ist nicht gerade ein Honigschlecken", brachte Hofheims Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Vater (CDU) die Stimmung der Gewinner auf den Punkt. In dieses Horn stießen auch andere. "Das werden wir auch auf kommunaler Ebene noch merken", so Landrat Berthold Gall (CDU). Erster Kreisbeigeordneter Hans-Jürgen Hielscher: "Wir haben die große Aufgabe, die Reformen umzusetzen, die wir die ganze Zeit gefordert haben."

SPD sieht Katastrophe

Den Frust der SPD brachte Parteichefin Nancy Faeser auf den Punkt: "Das ist ein katastrophales Ergebnis", brach es aus ihr hervor, und Fraktionsvorsitzender Karl Thumser sagte: "Nach dem Wahlergebnis muss ich mir jetzt mal neue Gedanken machen." Zwar konnten Linke und Grüne auch auf Kreisebene Gewinne einfahren, doch mit dem schlechten Abschneiden der SPD sind bei ihnen alle Regierungsträume zerplatzt.

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