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Die Jagd beginnt

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"Die Wildsau gibt es überall", sagt Jagdpächter Heinz Christoph, "im Vorgarten und im Arboretum." Allerdings werde keinesfalls auf Muttertiere geschossen, wie der Eschborner Jäger betont.
"Die Wildsau gibt es überall", sagt Jagdpächter Heinz Christoph, "im Vorgarten und im Arboretum." Allerdings werde keinesfalls auf Muttertiere geschossen, wie der Eschborner Jäger betont. © dpa

In Eschborn geht es im Herbst dem Schwarz- und Rotwild ans Leder. 600 Hektar gehören zum Bezirk der Jagdgenossenschaft. "Die Wildsau gibt es überall", sagt Jagdpächter Heinz Christoph.

Von Claudia Horkheimer

"Ich finde es richtig, dass man zu Beginn einer Jagd die Hasen und Fasane durch Hörnersignale warnt", soll einst Bundespräsident Gustav Heinemann gesagt haben. Fasane und Hasen werden in Eschborn lange nicht mehr bejagt, weil es sie kaum noch gibt. Dafür geht es im Herbst dem Schwarz- und Rotwild ans Leder.

Ganze 600 Hektar rund um die vor den Toren Frankfurts gelegene Stadt gehören zum Bezirk der Jagdgenossenschaft Eschborn. Ihr gehören übrigens per Gesetz automatisch alle Grundstücksbesitzer von Freiflächen an, die keine Eigenjagdflächen sind.

Vor Ort werden vor allem Füchse und Wildschweine häufig geschossen. "Die Wildsau gibt es überall", sagt Jagdpächter Heinz Christoph, "im Vorgarten und im Arboretum." Auch habe die Fuchspopulation so rapide zugenommen, dass sie das ganze Jahr über geschossen würden. Allerdings werde keinesfalls auf Muttertiere geschossen, wie der Jäger betont.

Kaninchen und Wildschweine machten jedoch den größten Schaden, weil sie Feldfrüchte fräsen. Der Anstieg ihrer Vermehrung liege am guten Nahrungsvorkommen. Eicheln und Bucheckern - "die natürliche Mast ist da", sagt Christoph.

Am 30. Oktober wird zur Ansitzdrückjagd geblasen. Hunde scheuchen das Wild auf und zu den wartenden Jägern auf den Hochsitzen. Weil man dafür viel Platz braucht, findet die Jagd revierübergreifend gemeinsam mit dem Forstamt Königstein statt.

Wer noch mehr über die Jagd und die Ausbildung zum Jäger erfahren will, kann am 4. November ab 19 Uhr zum Vortrag von Heinz Christoph ins Bürgerzentrum in Niederhöchstadt kommen. Der Veranstaltung findet im Rahmen des traditionellen Ernteausklangs des Obst- und Gartenbauvereins Niederhöchstdadt statt.

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist - neben dem Vortrag gibt es Wildschweingulasch und eine Schnapsprobe - muss man sich bis 26. Oktober unter Telefon 06173/64 961 anmelden.

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