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Das Medico Palais ist mehr als 100 Jahre alt.
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Das Medico Palais ist mehr als 100 Jahre alt.

Bad Soden

Investor gesucht

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
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Die Stadt Bad Soden will das Medico Palais verkaufen. Ein Gutachten taxiert den Verkehrswert des historischen Gebäudes und des Grundstücks, auf dem es steht, auf 3,85 Millionen Euro. Die Suche nach einem Investor kann beginnen.

Das Medico Palais, vor über 100 Jahren von Bad Sodener Ärzten in Privatinitiative als größtes Inhalatorium Europas errichtet, gehört seit den 1980er Jahren der Stadt. Arztpraxen sind darin untergebracht, die teilweise die Bad Sodener Quellen zur Behandlung ihrer Patienten nutzen. Leisten kann sich die Kommune das historische Gebäude allerdings schon lange nicht mehr. 400 000 Euro schießt die Stadt pro Jahr für den Betrieb zu. Mehrere Millionen Euro würden es kosten, um die technischen Anlagen auf den neuesten Stand zu bringen. Ende 2013 entschied das Parlament, dass Experten den Marktwert des Medico Palais erheben und ausloten sollen, zu welchem Preis es nach Auslaufen der aktuellen Mietverträge verkauft werden könnte. Entsprechend dem Stadtentwicklungskonzept, das Albert Speer und Partner ausgearbeitet hat, sollte das Gebäude dabei möglichst Gesundheitsstandort bleiben.

Nun liegen erste Zahlen auf dem Tisch. Demnach haben das Medico Palais und das 6000 Quadratmeter große Grundstück, auf dem es steht, zusammen aktuell einen Verkehrswert von 3,85 Millionen Euro. Das unbebaute Areal alleine ist rund 2,4 Millionen Euro wert. Nach Angaben der Stadt wurde bei der Erstellung des Gutachtens eine Vollvermietung angenommen, die nötigen Investitionen der nächsten Jahre wurden außen vor gelassen.

Nun soll in einem weiteren Schritt nach einem möglichen Investor Ausschau gehalten werden. Die FDP schlägt dazu vor, auch mit den Ärzten, die ihre Praxen im Medico Palais haben, zu verhandeln. Damit diese nicht auf einen Schlag knapp vier Millionen Euro auf den Tisch legen müssen, solle die Option geprüft werden, erst nur das Grundstück, auf dem das Medico Palais steht, zu verkaufen, sagte Fraktionschefin Brigitte Hewel gestern vor der Presse. Dessen Verkehrswert liege bei nur 1,45 Millionen Euro. Das unbebaute Grundstück mit Parkplätzen könnte als Erweiterung des Kurparkes und Übergang zur Wohnbebauung am Burgberg erhalten bleiben und an die Eigentümer des Medico Palais verpachtet werden. Eventuell könnten die neuen Eigentümer des Medico Palais das Grundstück später kaufen. Diese Option sei nicht zuletzt deshalb sinnvoll, weil ein Investor an der Sulzbacher Straße ein neues Ärztezentrum plane. Eine Erweiterung des Medico Palais sei deshalb vermutlich nicht notwendig.

Bürgermeister Norbert Altenkamp (CDU) sieht die Teilung des Grundstücks beziehungsweise den Teilverkauf kritisch. Geplant sei das Medico Palais an einen Investor im Paket zu verkaufen, sagte er der FR. Damit wären auf einen Schlag die Parkplatzfrage und die nach einer möglichen Erweiterung gelöst. Altenkamp bestätigte, dass die Firma Contraco einen Bauantrag für einem Teil des früheren Much-Geländes beim Main-Taunus-Kreis eingereicht hat.

Der Oberurseler Projektentwickler plane an der Sulzbacher Straße ein Ärztezentrum zu errichten und sei bereits auf der Suche nach Ankermietern. Unmittelbare Konkurrenz für das Medico-Palais werde dieser neue Gesundheitsstandort in Bad Soden allerdings nicht sein, glaubt Altenkamp. Vielmehr stelle das Ärztehaus eine Möglichkeit für Mediziner dar, deren Familien bereits seit Generationen in der Stadt tätigt sind, ihre Praxen zu erweitern und den modernen Bedürfnissen anzupassen.

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