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Main-Taunus

Ideen gegen den Hass

  • Torsten Weigelt
    VonTorsten Weigelt
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Beim Dialog der Religionen im Kreishaus vereinbaren die Teilnehmer die Gründung einer Arbeitsgruppe. Sie soll konkrete Projekte, beispielsweise in der Jugendarbeit, entwickeln.

Religionen sind wichtig und können zur Lösung von gesellschaftlichen Problemen beitragen. Sie seien aber „nicht der alleinige Schlüssel“. Das machte Bekim Agai, Leiter des Instituts für Studien der Kultur und Religion des Islam an der Universität Frankfurt, während des zweiten „Dialogs der Religionen und Glaubensgemeinschaften“ deutlich, zu dem 25 Vertreter von Christen, Muslimen und Bahá’i im Landratsamt zusammengekommen waren.

Die Teilnehmer einigten sich auf die Gründung einer Arbeitsgruppe, an der von jeder Kirche und Religionsgemeinschaft ein Vertreter teilnehmen soll. Die Gruppe soll Ideen für konkrete Projekte – zum Beispiel in der Jugendarbeit – entwickeln, über die beim nächsten „Dialog“ entschieden werden kann. Außerdem sind die muslimischen Gemeinden eingeladen, sich am Runden Tisch zu beteiligen, der sich aus Vertretern der Kirchen, der Kreistagsfraktionen, der Gewerkschaften, der Ausländerbeiräte und Asylinitiativen im Main-Taunus-Kreis zusammensetzt.

Landrat Cyriax äußerte die Sorge, dass die Gesellschaft auseinanderdriftet. Zahlen der Bertelsmann-Stiftung zeigten, dass die Mehrheit der nichtmuslimischen Deutschen den Islam zunehmend ablehne und ihn als bedrohlich empfinde. „Diese Statistiken machen nachdenklich.“

Zusammenleben und Zusammenhalt könnten nur gelingen, wenn sich alle an hier übliche Werte und Standards hielten. „Jede Gruppierung muss einen Beitrag dazu leisten, dass Radikalisierung und Hass bekämpft werden“, so Cyriax.

Günter Adam vom Katholischen Bezirksbüro forderte, man müsse in der Praxis eng zusammenarbeiten und „von Mensch zu Mensch handeln“. Fahim Ahmad von der Ahmadiyya-Gemeinde lobte die „hervorragende Flüchtlingsarbeit der Kirchen“, an der sich die islamischen Institutionen stärker beteiligen müssten.

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