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"Ich lasse mich nicht verbiegen"

Der FDP-Mann Michael Bauer liegt mit seiner Fraktion im Clinch

Sie haben der Koalition angeboten, im Tausch für den Mast Ihr Mandat niederzulegen. Mobilfunkturm gegen ihren "Kopf" - ist das nicht eine zu große Opferbereitschaft?

Nein. Mit dem Angebot wollte ich die Bedeutung der Sache für mich unterstreichen. Ich habe das Thema zwei Jahre verfolgt, ohne mich einzumischen. Jetzt dachte ich: Zwei Jahre und noch immer keine Ruhe - dann muss da mehr dahinter stecken.

Ihr Angebot war also mehr als nur Koketterie?

Sicher. Ich wollte die in Wagenburgmentalität auf Ablehnung getrimmte Mannschaft von CDU und FDP aufweichen. Es hat mich erschrocken, was der Akteneinsichtsausschuss zutage gefördert hat.

Trotz der von Ihnen geforderten namentlichen Abstimmung im Stadtparlament hat niemand aus der FDP Ihnen die Stange gehalten. Wie wollen Sie nach diesem Zerwürfnis in der Fraktion weitermachen?

Das Zerwürfnis haben wir schon seit der Zeit nach der Kommunalwahl 2006. Bei der Frage, wer von der FDP in den Magistrat geht, wurde ich als Parteivorsitzender vor vollendete Tatsachen gesetzt. Seitdem ist Funkstille. Wir haben keinen offenen Streit, aber ich nehme nicht an den Fraktionssitzungen teil.

Beifall ernten Sie eher von der Opposition. Haben Sie mal darüber nachgedacht, die Fraktion zu wechseln - nach dem Vorbild des ehemaligen Grünen Wilhelm Hennemuth?

Warum sollte ich? Ich bin kein Sozialdemokrat, sondern seit über 30 Jahren Mitglied der FDP.

Und dort gefallen Sie sich in der Querulantenrolle?

Nein, ich vertrete meine Meinung und lasse mich nicht verbiegen.

Angenommen, Sie würden sich tatsächlich aus dem Stadtparlament verabschieden. Dann würde der Liste nach Ihr Sohn nachrücken. Ein Generationswechsel?

Biologisch ja. Ich habe mit ihm nicht darüber gesprochen, ob er das Mandat annehmen würde. Er ist Kreisvorsitzender der Jungen Liberalen und macht seine eigenen Sachen.

Interview: Annette Friauf

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