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In Eschborn wird das Hundelieben teurer.

Finanzen

Hundebesitzer in Eschborn sollen zahlen

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Freie Wähler, Linke, SPD und Grüne beschließen die Wiedereinführung der Hundesteuer.

Man mag es kaum glauben – aber offenbar gibt es Hundebesitzer, die melden ihre Vierbeiner an einer Scheinadresse in Eschborn an, um die überall sonst in Hessen fällig Hundesteuer zu sparen. So jedenfalls berichtete es am Donnerstagabend im Stadtparlament Regine Seidel, die Fraktionschefin der Freien Wähler. FWE und Linke hatten deshalb beantragt, die Hundesteuer, die Ende der 1990er Jahre in Eschborn abgeschafft wurde, wieder einzuführen. Mitstreiter fanden sie bei SPD und Grünen. Und so hat der Magistrat nun die Aufgabe, eine Satzung über die Erhebung der Hundesteuer zu entwerfen und den Stadtverordneten zur Beschlussfassung vorzulegen.

Auf diese Weise werde ein Schlupfloch geschlossen, dessen sich Hundehalter speziell von gelisteten Hunden bedienten, die in anderen Kommunen ordentlich zur Kasse gebeten würden, sagte Seidel. Die Wiedereinführung der Hundesteuer sei ab auch er einzige Weg, um in Eschborn gehaltene Hunde zu registrieren. Immer wieder komme es vor, dass sich Tiere gegenseitig attackierten oder sogar aggressiv gegen Menschen würden. „Die Verwaltung hat bisher keine Möglichkeit, Hund und Halter ausfindig zu machen“, sagte Seidel.

Vehemente Gegenrede kam vom Abgeordneten der Bürgerlichen, Dietmar Jerger. „Der Verwaltungsaufwand ist höher als das, was unterm Strich dabei finanziell herausspringt“, wetterte er. „Die Bürger werden unnötig drangsaliert.“ Keine Notwendigkeit, die Hundesteuer wieder einzuführen, sah auch CDU-Fraktionschef Markus Depping. „Eschborn nagt nicht gerade am Hungertuch. Das Geld brauchen wir eigentlich nicht“, sagte der Christdemokraten Parlament. Eine Befreiung von der Hundesteuer solle aus sozialen Gründen wies Depping ebenfalls zurück. Auf diese Weise entstehe eine Zwei-Klassen-Gesellschaft. „Das wollen wir nicht.“

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