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Beschlossene Sache: keine Zukunft mehr für das Hotel Am Rosenberg.
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Beschlossene Sache: keine Zukunft mehr für das Hotel Am Rosenberg.

Rosenberg

Hotel kommt weg

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
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Das Parlament mit Ausnahme der Linken beschließt, das Hotelgelände Rosenberg zum reinen Wohngebiet umzustrukturieren. Damit soll auch die Akte "Rosenberg-Deal" geschlossen werden.

Über den Fortbestand eines Beherbergungsbetriebes auf dem Rosenberg wollte am Mittwochabend niemand mehr diskutieren. Einzig Linkenvertreter Bernd Hausmann brachte das Thema im Parlament nochmal zur Sprache. Er führte „ein hohes öffentliches Interesse an einem Hotel“ ins Treffen und verlangte, im neuen Bebauungsplan für das Areal in Marxheim solle dieses Ziel festgeschrieben werden.

Als Hausmann trotz mehrfacher Ermahnungen nicht davon abließ, die jahrzehntealte Geschichte rund um den umstrittenen „Rosenberg-Deal“ zwischen Stadt und Hans-Josef Vogler erneut aufzurollen, entzog ihm der Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Vater (CDU) das Wort – „wegen Verletzung der Anstandsregeln“.

Städtebauliche Neuordnung

Wie sich bereits in den Ausschüssen angedeutet hatte, sind mittlerweile alle Fraktionen mit Ausnahme der Linken dafür, dass das Hotelgelände zum reinen Wohngebiet wird. Art und bauliche Nutzung, Geschosshöhen, und überbaubare Grundstücksflächen sollten überprüft und städtebaulich neu geordnet werden, heißt es in der Magistratsvorlage, der das Parlament mit großer Mehrheit zustimmte. Die Grünen enthielten sich. Auch seine Fraktion wolle einen Schlussstrich unter die Hotel-Debatte ziehen – „auch wenn uns die Entscheidung für ein Wohngebiet nicht leicht gefallen ist“, sagte Grünen-Sprecher Daniel Philipp. Allerdings hätte die Neuaufstellung des Bebauungsplanes präziser diskutiert werden müssen, etwa in Hinblick auf die künftige Verkehrsführung.

„Nach vorne blicken“ wollen auch die Koalitionäre CDU und SPD. Weiterhin ein Sondergebiet Hotel an dieser Stelle ausweisen zu wollen, sei „hirnrissig“, sagte SPD-Sprecher Udo Hullmeine. Der Eigentümer wolle das Hotel nicht weiterbetreiben, und ein Investor habe sich nicht gefunden, erklärte CDU-Chef Christian Vogt. Er könne das Interesse vieler Bürger an einem Gastronomiebetrieb auf dem Gelände nachvollziehen. „Da hoffe ich auf die Begeisterungsfähigkeit der Architekten und des Bauträgers“, so Vogt.

Mit den Stimmen aller Fraktionen wurde eine Veränderungssperre für das Hotelgelände beschlossen. Dies sei eine zusätzliche Absicherung der Kommune, damit der Status quo erhalten bleibe, bis der neue Bebauungsplan rechtskräftig ist, sagte Planungsstadtrat Wolfgang Winckler (SPD) der FR. Aktuell ist das Hotelgelände Mischgebiet. Die Gebäude könnten teilweise aufgestockt werden. Die Parlamentsmehrheit sprach sich auch dafür aus, dass mit Hotel-Besitzer Hans-Josef Vogler nicht weiter über eine Ausgleichzahlung für das Hotelgrundstück verhandelt wird. Vogler hatte eine Million Euro angeboten, wenn der Bebauungsplan für ein Wohngebiet auf dem Rosenberg rasch auf den Weg kommt. Der Vertrag wäre wegen des Verstoßes gegen das Kopplungsverbot aber unwirksam gewesen, stellten Juristen fest.

Laut Richard Reuter von der HJV-Vermögensverwaltung wird das Hotel am Rosenberg weiterbetrieben, bis der Frankfurter Investor Wilma, der das Gelände gekauft hat, mit dem Bauen der Wohnhäuser beginnen kann. Ursprünglich sollte das Hotel, das nach Angaben von Vogler nicht wirtschaftlich läuft, Mitte 2014 geschlossen werden. Hohe Kosten für die Gebäudesicherung sprächen aber dagegen, so Reuter.

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