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Zuschüsse für Zisternen-Bauer

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Stadt soll Wasserspeicher mit bis zu 4500 Euro fördern

Hofheim - Wer künftig in Hofheim Regenwasserzisternen zur Gartenbewässerung baut, erst recht aber solche zur Nutzung in Toiletten und Waschmaschinen, der wird die Unterstützung der Stadt dafür bekommen. Entsprechende Richtlinien soll der Magistrat ausarbeiten, beschloss die Stadtverordnetenversammlung einstimmig.

Das Minderheits-Dreierbündnis aus CDU, FWG und FDP hatte den Antrag eingebracht, beschlossen wurde eine von den Grünen vorgeschlagene geänderte Version. Erst in diesem Sommer habe sich gezeigt, dass stärker auf den Trinkwasserverbrauch geachtet werden müsse, begründeten CDU, FWG und FDP ihren Vorstoß. Eine Möglichkeit wird darin gesehen, mehr Regenwasser als Brauchwasser zu nutzen und dadurch Trinkwasser in gleicher Menge einzusparen. Die Zisternen würden gleichzeitig bei Starkregen das Kanalnetz entlasten.

Das Dreierbündnis wollte ab 2023 einen Betrag von 20 000 Euro für Zuschüsse zur Verfügung stellen. Für jede Zisterne solle es eine Geldspritze von 500 Euro geben. Nach einem Ergänzungsantrag der Grünen fallen die Vorgaben für den Magistrat aber erheblich höher aus, denn als Vorlage sollen die Richtlinien der Stadt Königstein gelten.

Königstein zahlt 300 Euro je Kubikmeter, wenn die Zisterne der Gartenbewässerung dient, und 400 Euro pro Kubikmeter, wenn das Wasser auch für Toiletten und Waschmaschinen verwendet wird. Königstein hat eine Obergrenze von 4500 Euro festgelegt. Zweifeln kann man aber daran, dass die verfügbaren 20 000 Euro pro Jahr ein angemessener Betrag sind - Königstein stellt jährlich 150 000 Euro zur Verfügung.

Das kann auch bedeuten, dass es bei Hofheimer Hausbesitzern lange Gesichter gibt. Denn solche Förderrichtlinien enthalten in der Regel den Zusatz, dass es auf das Geld keinen Rechtsanspruch gibt. Ist im Juli das Geld ausgegeben, bekommen alle nichts, die in der zweiten Jahreshälfte einen Antrag stellen.

Beschlossen wurde außerdem, dass Zisternen zur Pflicht gemacht werden sollen, wenn neue Bebauungspläne aufgestellt werden. Das ist nämlich bislang keineswegs der Standard in Hofheim. bt

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