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Im Marienkrankenhaus sollen Wohnungen entstehen.

Revitalisierung

Marienkrankenhaus in Flörsheim soll umgebaut werden

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Der Umbau des Marienkrankenhauses in Flörsheim soll 13 Millionen Euro kosten.

Einstimmig hat der Magistrat einem Konzept für die Revitalisierung des Marienkrankenhauses zugestimmt. Wie Bürgermeister Bernd Blisch (CDU) sowie die Geschäftsführung der Marienhaus Gesellschaft mitteilten, sollen für den Umbau zu einem Ärztehaus samt „Gesundheitscampus“ rund acht Millionen Euro investiert werden. Zusätzlich sind fünf Millionen Euro für die Erweiterung vorgesehen.

Das Marienkrankenhaus war 2017 geschlossen worden, um eine drohende Zahlungsunfähigkeit abzuwenden. Auf dem rund 1800 Quadratmeter großen Grundstück sollen nun Fachärzte die Operationsräume weiter nutzen und ihre Patienten nach einer OP noch bis zum nächsten Tag in den Krankenhausräumen versorgen können. Die Anzahl der Fachärzte soll vergrößert werden. Insgesamt wird mit Kosten von 13 Millionen Euro kalkuliert. Außerdem ist geplant, dass in dem siebenstöckigen Gebäude an der Hospital- und Kloberstraße auf mehreren Stockwerken größere Flächen für betreutes Wohnen angeboten werden. Von einer Ein-Zimmer-Wohnung bis zur Drei-Zimmer-Wohnung reicht das künftige Angebot, das in Form von Mietwohnungen im rechten Teil des L-förmigen Gebäudes untergebracht wird. Alle Wohnungen haben ein barrierefreies Bad sowie einen extra Küchenbereich. Eine Wohngemeinschaft für Menschen, die auf Beatmungsgeräte angewiesen sind sowie Kurzeit-Pflegeplätze runden den medizinischen Bereich ab. Ein Sanitätshaus, ein Bistro und eine Apotheke könnten ebenfalls in einem der Gebäudetrakte ein Domizil finden.

Abgerissen wird nur der kleine Anbau rechts vor dem Hauptgebäude an der Hospitalstraße. Dort waren Garagen, Verwaltungsräume und eine Hausmeisterwohnung. Was bleibt ist die Kapelle, die auf eine Fläche von etwas über 200 Quadratmetern Platz für Gottesdienste bietet.

Die SPD Flörsheim erinnerte in einer Stellungnahme daran, dass das Grundstück dem Krankenhausbetreiber lediglich zur Nutzung für ein Krankenhaus überlassen wurde. Für den Fall der Aufgabe dieser Nutzung stehe der Stadt ein Rückfallrecht zu. „Dieses städtische Recht dürfe nicht aufgegeben werden. Zunächst müsse Klarheit über das endgültige Konzept bestehen.  

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