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Windräder könnten sich auch bald in Langenhain drehen.
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Windräder könnten sich auch bald in Langenhain drehen.

Windenergie

Windräder sind kein Tabu

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
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Das Hofheimer Parlament stimmt der Prüfung von Standorten für Windkraft in Langenhain mit großer Mehrheit zu. Einzig die FDP und die Freien Wähler protestieren.

Es gibt im Main-Taunus-Kreis nur zwei Stellen, an denen sich laut regionalem Flächennutzungsplan künftig Windräder zur Stromerzeugung drehen könnten: der Judenkopf im Wald zwischen Wildsachsen, Lorsbach und Eppstein und das Gebiet "Bahnholz" in Richtung Wallau. Beide Standorte sind im Teilplan "Erneuerbare Energien" des Regionalen Flächennutzungsplanes als Vorrangflächen für Windenergieanlagen ausgewiesen und liegen im Hofheimer Stadtteil Langenhain. In einem ersten Schritt soll nun überprüft werden, ob dort der Betrieb von Windrädern grundsätzlich möglich ist.

Einer entsprechenden Ankündigung des Regionalverbandes hat das Hofheimer Parlament mit großer Mehrheit zugestimmt. Die Stadt unterstütze die vorgelegte Planung der Vorrangflächen für Windenergieanlagen und habe keine grundsätzlichen Bedenken vorzubringen, heißt es in der Stellungnahme der Kommune. Als Eigentümer eines großen Teils des Waldes rund um den Judenkopf könne sich Hofheim vorstellen, die Entwicklung von Windkraftanlagen in diesem Bereich zu unterstützen. Das Bahnholz wird dagegen als "weniger geeignet" für Windräder eingestuft – wegen der Auswirkungen auf das Landschaftsbild und die Nähe zum Flugplatz Erbenhein.

Stark formalisiertes Verfahren

Anstelle der bandartigen Ausdehnung, die östlich des Gewerbegebietes Wallau beginnt und sich bis zum Dachskopf westlich von Langenhain erstreckt, sollte die Fläche kompakter abgegrenzt werden, heißt es in der Stellungnahme der Stadt. Vehement gegen den Bau von Windrädern in Langenhain sprachen sich im Parlament FDP und Freie Wähler aus. Die Gebiete müssten weiterhin für die Naherholung erhalten bleiben, außerdem seien sie ökologisch wichtig, sagte FWG-Sprecher Werner Hees. Er vermisse den Protest der Grünen und der Waldgruppe der Lokalen Agenda, sagte FDP-Chef Werner Steinmann. Immerhin drohe die Rodung von 100 000 Quadratmetern Hofheimer Wald, pro Windrad würde ein 3500 Tonnen schweres Stahlfundament in die Tiefe getrieben.

Die Energiewende dürfe nicht gegen den Naturschutz ausgespielt werden, warnte Grünen-Sprecher Daniel Philipp. Die Zustimmung der Kommune zum jetzigen Zeitpunkt diene dazu, die Planung abzuklären. Wenn auf den ausgewiesenen Arealen seltene Tiere gefunden würden, müsse der Schutzstatus gegebenenfalls erhöht werden. Zwei Prozent der Flächen in Hessen müssten als Vorranggebiete für Windenergie ausgewiesen werden, sagte Barbara Grassel (SPD). Andernfalls bleibe es bei der Regelung, wonach Windräder überall gebaut werden dürften. "In diesem Stadium können wir nur Ja sagen", erklärte auch CDU-Sprecher Christian Vogt. Das Verfahren sei stark formalisiert. Die Abwägung werde breiten Raum einnehmen.

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