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Da war die Welt noch in Ordnung: Kinderbelustigung mit Clown „Klinki“ am Dienstag nach Pfingsten im Jahr 2011.
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Da war die Welt noch in Ordnung: Kinderbelustigung mit Clown „Klinki“ am Dienstag nach Pfingsten im Jahr 2011.

Hofheimer Wäldchestag

Wäldchestag am Samstag

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
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Der Hofheimer Wäldchestag soll künftig nicht mehr, wie seit 38 Jahren, am Dienstag nach Pfingsten, sondern am darauffolgenden Samstag stattfinden. Dies hat der Gewerbeverein Industrie aus finanziellen Gründen entschieden. Kritiker benennen das Traditionsfest in "Hofheimer Geldchestag" um.

Hinter verschlossenen Türen wurde schon länger darüber diskutiert, seit Ende vergangener Woche steht fest: Der Hofheimer Wäldchestag soll künftig nicht mehr, wie seit 38 Jahren, am Dienstag nach Pfingsten, sondern am darauffolgenden Samstag stattfinden. Der Gewerbeverein Industrie, Handel, Handwerk (IHH), der das Fest zusammen mit vielen Vereinen ausrichtet, hat dies entschieden. Dessen Vorsitzender Bernd Wischert führt vor allem finanzielle Gründe ins Treffen. Weil kaum noch jemand am Dienstag nach Pfingsten nachmittags frei habe, gehe das Fest erst abends so richtig los. Der Aufwand für Geschäftsleute und Vereine, die Stände zum Wäldchestag aufbauen, sei groß, finanzielle Einbußen vorprogrammiert. „Mittelfristig hätten wir als Veranstalter drauflegen müssen, das können wir uns nicht leisten“, sagt Wischert. Den Wäldchestag ausfallen zu lassen, sei keine Option gewesen. Eintritt wollte man ebenso wenig nehmen. Da schien die Verlegung auf Samstag das geringste Übel. Bis auf einen Standbetreiber hätte niemand widersprochen.

Mit im Boot war bei der Entscheidung auch das City-Marketing der Stadt Hofheim. „Wir haben das Thema sehr ausführlich in der Lenkungsgruppe diskutiert“, bestätigte gestern Wirtschaftsförderer Thorsten Kolar gegenüber der FR. Dabei habe es auch durchaus kritische Stimmen zur Verlegung des Traditionsfestes gegeben. Vor allem dass der Wäldchestag bereits in diesem Jahr kurzfristig auf den Samstag, 14. Juni, gelegt wird, habe längst nicht alle überzeugt. Immerhin werde zwei Wochen später der Kreisstadtsommer eröffnet. „Das ist ein sehr enger Zeitplan.“

Wie der Gewerbeverein den neuen Veranstaltungstermin kommunizieren möchte, ist noch offen. „Wir kriegen das hin“, ist Wischert überzeugt.

Marxheimer sind sauer

Während sich in Hofheim vermutlich viele Bürger noch verwundert die Augen reiben, gehen sie in Marxheim auf die Barrikaden. Dort ist nämlich seit fast einem Jahr für den 14. Juni 2014 die Marxheimer Kerb geplant. „Der Vorstand der Fördergesellschaft Maxemer Kerb bedauert, dass durch den Beschluss des IHH ein Konkurrenzkampf zweier traditioneller Feste innerhalb der Stadt entsteht“, heißt es in einer Mitteilung. Die Marxheimer Kerb bestehe seit vielen hundert Jahren und werde ausschließlich ehrenamtlich organisiert. „Wenn der Wäldchestag in Hofheim zeitgleich stattfindet, wird das für uns Umsatzeinbußen bringen“, befürchtet der Vorsitzende der Fördergemeinschaft Maxemer Kerb, Malte Winkler.

Dem IHH werfen die Marxheimer ausschließlich finanzielle Interessen vor. Auf Facebook haben sie eine Seite gegründet. Sie heißt „Hofheimer Geldchestag“. Seit Sonntag werden darauf Kommentare gepostet und unter anderem die Frage gestellt, ob das Fest wohl einen neuen Namen braucht, wo es doch nicht mehr am Dienstag nach Pfingsten, an dem auch der Frankfurter Wäldchestag gefeiert werde, stattfindet. Bernd Wischert sieht dazu keinen Anlass. Der IHH habe die Tradition des „Hofheimer Wäldchestages“ einst begründet. „Wir bleiben einfach bei dem Namen. Wer sollte uns darin hindern?“

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