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Viele Ideen für den Bornplatz

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Der Bornplatz und ein Teil der Randbebauung in der Wildsächser Ortsmitte sollen grundlegend neu gestaltet werden.
Der Bornplatz und ein Teil der Randbebauung in der Wildsächser Ortsmitte sollen grundlegend neu gestaltet werden. knapp © Knapp

Wunsch in Wildsachsen nach Seniorenwohnungen, Arztpraxen, Bücherei und Läden

Hofheim - Kleinteilig, also nicht mit einem großen, zusammenhängenden Gebäude, soll das Gelände des ehemaligen Mester-Busdepots am Bornplatz in Wildsachsen bebaut werden. Dabei soll die Baugrenze von der Straße so weit abrücken, dass Platz für einen Bürgersteig bleibt. Für die Nutzung der Neubebauung gibt es die unterschiedlichsten Ideen, ebenso für die anderen Gebäude am Platzrand. Schwerpunktmäßig wird an Wohnungen gedacht, aber nicht nur.

Das sind die Ergebnisse eines Workshops, der bereits im vergangenen Jahr mit Wildsächser Bürgern, dem Ortsvorsteher und der Verwaltung stattgefunden hat. Aus dem Ergebnis soll eine Aufgabenstellung für ein Planungsbüro erarbeitet werden. Eventuell werden auch mehrere Büros in Form eines Wettbewerbs beauftragt. Wann diese Büros ihre Ergebnisse vorlegen, steht noch nicht fest.

Stadt kauft altes Busdepot

An eine Umgestaltung des Bornplatzes wird seit Jahren gedacht. Aber lange genoss der Bau des Dorfgemeinschaftsplatzes höhere Priorität. Vor einer Weile konnte die Stadt dann das alte Busdepot kaufen, was für die Umgestaltung des Platzes viel umfassendere Möglichkeiten eröffnet. Die Beteiligung der Bürger wurde aber durch die Corona-Pandemie ausgebremst. Einen gewissen Druck gibt es, weil die Wildsächser sich eine dauerhafte Verkehrsberuhigung der Durchgangsstraße wünschen, dies aber mit den Planungen für den Dorfplatz abgestimmt werden muss.

Das wird nicht ganz einfach, denn auch bei dem Workshop gab es unterschiedliche Vorstellungen zur Verkehrsführung auf dem Platz. Eine der Arbeitsgruppen möchte die Straße Am Born in einem Bogen über den Platz führen, so dass dieser in drei Teile aufgeteilt wird. Andere möchten die Straße in gerader Linie bis zur Durchgangsstraße führen, dann entstünde nördlich davon ein zusammenhängender Platz. Mehrheitlich abgelehnt wurde die Idee, den Platz frei vom Autoverkehr zu halten.

Auch für die Randbebauung des Bornplatzes wurden einige Vorgaben erarbeitet. So soll es eine Tiefgarage auf dem Gelände des Busdepots geben, mit einer Zufahrt möglichst nahe an der Ortsdurchfahrt. Neue Gebäude sollen keinesfalls höher werden als die bestehende Bebauung. Die Energieversorgung soll möglichst klimaneutral organisiert werden. Außerdem sollen die Planer prüfen, ob die am Platzrand stehende Scheune saniert werden kann.

Die Tiefgarage soll es nach dem Willen der Wildsächser möglich machen, auf private Parkplätze auf dem eigentlichen Platz zu verzichten, nur einen Notfallparkplatz für Rettungswagen soll es dort später geben. Der Dorfplatz wird als Treffpunkt gesehen, der mehr Aufenthaltsqualität bekommen soll, auch durch mehr Grün. Deshalb soll es nicht mehr Autoverkehr dort geben als bisher. Raum für einen Markt soll der Bornplatz bieten, Platz für den Weihnachts- und den Kerbebaum, auch über seine Rolle in der Ortsgeschichte könnte informiert werden. Andererseits soll er keine Konkurrenz zum Dorfgemeinschaftsplatz werden - was ein wenig im Widerspruch steht zu der Idee, aus dem Bornplatz einen Treffpunkt zu machen. Die Kerb, so heißt es jedenfalls, sei auf dem Dorfgemeinschaftsplatz besser aufgehoben.

Und was soll nun in den bestehenden wie auch in möglichen neuen Gebäuden untergebracht werden? Eine Arbeitsgruppe stellt sich Seniorenwohnungen vor, Kleingewerbe und ein Café, einen Kiosk und eine öffentliche Toilette. Eine zweite Arbeitsgruppe bringt Arztpraxen und Wohnungen ins Gespräch, im hinteren Bereich könnte eine Kindertagesstätte gebaut werden. Die Scheune könnte den Vereinen zur Verfügung gestellt werden. Die dritte Gruppe nennt ebenfalls Seniorenwohnungen und Arztpraxen als bevorzugte Nutzungen, bringt aber auch einen Selbstbedienungsladen und die Bücherei ins Gespräch.

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