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Die Stadthalle soll zwischen Chinon-Center (l.) und Rathaus (r.) eine Verbindung schaffen.

Hofheim

Die Stadthalle in Hofheim bekommt neue Fassade

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Die energetische Sanierung des Gebäudes am Chinonplatz in Hofheim kostet insgesamt 4,6 Millionen Euro.

Wenn die Hofheimer Parlamentarier im Obergeschoss der Stadthalle tagen, dann geraten sie im Sommer schon mal gehörig ins Schwitzen. Nicht nur der hitzigen Debatten wegen, sondern auch, weil am späten Nachmittag die Sonne erbarmungslos durch die großen Fensterfronten in den Saal knallt. Selbst bis zum Boden herabgezogene Jalousien helfen nur wenig gegen die brütende Hitze.

Ein Grund ist die schlechte Fassadendämmung aus den 1970er und 1980er Jahren. Zwischen Ober- und Untergeschoss gibt es sogar einen Zwischenraum, der nach außen hin überhaupt nicht gedämmt ist und Hitze im Sommer und Kälte im Winter ungehindert in das Innere des Gebäudes dringen lässt.

Weil auch sonst noch so einiges im Argen liegt, was Lüftung und Klimaanlagen betrifft sowie Fenster und Sonnenschutz hat die Hallen und Parkhaus GmbH, die die Stadthalle betreibt, bereits im vergangenen Herbst beschlossen, das Gebäude von Grund auf energetisch zu sanieren. Kosten in Höhe von 4,6 Millionen Euro sind dafür veranschlagt.

Lüftungs- und Klimageräte müssen ausgetaucht werden

Unstrittig ist, dass Lüftungs- und Klimageräte ausgetauscht werden müssen, weil sie ihre maximale Lebensdauer bereits erreicht haben. Die Beleuchtung wurde auf LED umgerüstet, und auf dem ehemaligen Asbestdach des Malersaales wird eine Photovoltaikanlage installiert.

Für Diskussionen sorgte im Stadtparlament jüngst allerdings die neue Fassade der Stadthalle, die keine Erker mehr vorsieht und durch breite helle Querstreifen relativ wuchtig wirkt.

Linken-Sprecherin Barbara Grassel bemängelte, die Stadtverordneten seien überhaupt nicht in die Entscheidung eingebunden gewesen, Bürger nicht beteiligt worden. Grassel verlangte, den Tagesordnungspunkt zu vertagen. Die Mehrheit der Parlamentarier stimmte jedoch für die geplante durchgängige Fassade, die zwischen Rathaus und Chinon-Einkaufszentrum eine architektonische Verbindung schaffen soll. Grassels Vorwürfe bezeichnete Erster Stadtrat Wolfgang Exner (CDU) als „haltlos.“ SPD-Sprecher Bernhard Köppler, der von Beruf Architekt ist, sprach sich dafür aus, die Fassade deutlicher zu gliedern, um die Horizontalwirkung aufzubrechen.

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