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Stadt will das Bus-Chaos vorm Bahnhof beenden

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Die Haltestelle vor dem Hofheimer Bahnhof sorgt für gefährliche Situationen, weil sich Busse teilweise bis auf die Straße stauen. schmidt
Die Haltestelle vor dem Hofheimer Bahnhof sorgt für gefährliche Situationen, weil sich Busse teilweise bis auf die Straße stauen. schmidt © kajo

Umbaupläne für Vorplatz vorgestellt / 2024 soll’s losgehen

Hofheim - Sicherer für praktisch alle Verkehrsteilnehmer soll es in wenigen Jahren vor dem Hofheimer Bahnhof zugehen. Der Magistrat hat jetzt im Bauausschuss die Pläne für den Bereich vorgestellt, in dem vor allem die Busse immer wieder problematische Situationen heraufbeschwören. Umgesetzt werden sollen die Pläne in den Jahren 2024 und 2025.

Von folgenschweren Unfällen dort ist bislang zwar nichts bekannt geworden. Aber wer in Hofheim Auto fährt, der weiß, was sich da abspielt: Die Busse, die die Haltestelle dort auch als Pausenbucht nutzen, stauen sich, stehen halb auf der Fahrbahn und versperren die Sicht für die Autofahrer, die aus dem Parkdeck auf die Hattersheimer Straße fahren wollen. Besonders gefährlich ist die Lage für Radler.

Geplant ist, mehr Platz zu schaffen, so dass es zwei Fahrspuren und eine drei Meter breite Busspur geben kann. Deshalb soll der vorhandene Bordstein näher am Bahnhofsgebäude platziert werden. Außerdem werden Hochbordsteine eingebaut, so dass eine barrierefreie Haltestelle entsteht. Dazu kommt eine neue Rampe zum Empfangsgebäude.

Der Bussteig wird um vier bis fünf Meter verlängert, so dass dort künftig bis zu vier Busse der üblichen Länge halten können. Und diese werden auch nicht mehr, wie bisher, häufig die Zufahrt zu den Parkplätzen dort versperren. Eine weitere Verbesserung soll sich dadurch ergeben, dass in der Lorsbacher Straße Plätze eingerichtet werden können, wo die Fahrer mit ihren Fahrzeugen Pausen und Wartezeiten überbrücken können. Dies passiert bislang ebenfalls direkt vorm Bahnhof und verschärft die Situation erheblich.

Wegen dieser Veränderungen werden vier der dort vorhandenen fünf Bäume gefällt, übrig bleibt der Baum mit der großen Krone an der Spitze der jetzigen Verkehrsinsel. Die Bäume seien ohnehin abgängig, erklärt der Magistrat dazu. Es werde auf dem Gelände auch wieder Grün entstehen, versprach der Erste Stadtrat Wolfgang Exner (CDU).

Überhaupt muss wegen der veränderten Anordnung der Haltestelle der gesamte Bahnhofsvorplatz neu geordnet werden. Die beiden Parkplätze für die Bahn-Mitarbeiter verschwinden im angrenzenden Parkdeck, aber es gibt sogenannte Kiss- and-Ride-Plätze, auf denen man mit dem Auto nur kurz halten darf, um Personen ein- oder aussteigen zu lassen. Dazu kommen fünf Kurzzeitparkplätze und vier Halteplätze für Taxen. Zwei davon dürfen auch für Lieferfahrzeuge genutzt werden, wenn sie vorm Bahnhof anhalten müssen.

Zwar sollen Details später noch einmal erläutert werden, aber das Projekt wird vorangetrieben. Befassen werden sich damit der Behinderten- und der Seniorenbeirat - die Stellungnahme des Beirates für Menschen mit Behinderungen ist verpflichtender Bestandteil des Zuschussantrages. Die Stadt möchte nämlich erreichen, dass das Land einen Teil der Kosten von etwa 480 000 Euro übernimmt.

Ob sich die Kosten bis zum Baubeginn erhöht haben werden, ist nur eine der offenen Fragen. Eine andere ist, wie sich der Wunsch des Bauausschusses verwirklichen lässt, dort auch mehr Sicherheit für die Radfahrer zu schaffen. Und wie das alles noch zu den ebenfalls laufenden Überlegungen passt, die Verkehrsführung in der Innenstadt zu überdenken und dabei auch eine Lösung für den Busbahnhof zu finden. Dabei steht ausdrücklich auch das Parkdeck am Bahnhof zur Disposition.

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