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Polar Mohr friert Betriebsrenten ein

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Das Geld soll nachgezahlt werden / Verhandlungen mit Investoren gehen weiter

Hofheim - Ehemalige Mitarbeiter des Maschinenbauers Polar Mohr, die sich ein Anrecht auf eine Betriebsrente erarbeitet haben, beobachten sehr genau die Entwicklung rund um das Unternehmen. Denn seit Polar sich vorbeugend zu einer drohenden Insolvenz unter den Schutzschirm begeben hat, erhalten sie keine Betriebsrente mehr. „Seit August haben wir kein Geld mehr gesehen“, so einer der Betroffenen gegenüber dieser Zeitung. Auch bei den Rückversicherern gebe es dazu nur den Hinweis, zuständig sei Polar Mohr. Auf Anfrage bestätigt Geschäftsführer Michael Wombacher, dass die Aussetzung der Betriebsrenten-Zahlungen fortbesteht, auch wenn das Unternehmen durch den Verkauf seines Werksgeländes Ende Dezember an die Projektgesellschaft Horn Geld in die Kasse bekommen hat - es hat auch im Januar noch einmal rollierend das Schutzschirmverfahren für sich in Anspruch genommen.

„Wir brauchten die Zeit einfach noch für weitere Verhandlungen“, so Wombacher. Und solange der Schutzschirm noch aufgespannt sei, werde nur das Allernötigste zum Fortbestand des Unternehmens von der Arbeitsagentur gezahlt. Sie trägt für bis zu drei Monate dann Löhne und Gehälter, nicht aber als „zweitrangig“ eingestufte Zahlungen wie Boni oder eben Betriebsrenten. Die Rentner, die zahlenmäßig deutlich mehr seien als die aktuell Beschäftigten, bitte man weiter um Geduld. „Sie erhalten aber in jedem Fall ihr Geld“, versichert Wombacher. Nur werde es eben im Schutzschirmverfahren „eingefroren“. Alle Betriebsrenten-Bezieher seien mit Eintritt in das Verfahren von Polar informiert worden. Er könne da nur um Verständnis bitten. Immerhin geht es für Mohr um die Zukunft des Unternehmens.

Für diese, sagt der Geschäftsführer, sei er mittlerweile zuversichtlich, was die Verhandlungen mit Investoren angehe. „Der Erfolg wird da sein“, ist sich Wombacher sicher, „wir kriegen die Kurve.“ Möglichst noch im Januar will man handelseinig werden und die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens an einem neuen Standort sichern. babs

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