Bis September sollen die Sanierungsarbeiten an der Hofheimer Stadthalle abgeschlossen sein.
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Bis September sollen die Sanierungsarbeiten an der Hofheimer Stadthalle abgeschlossen sein.

Hofheim

Neue Fassade für die Hofheimer Stadthalle

  • Andrea Rost
    vonAndrea Rost
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Das Gebäude aus den 1970er Jahren ist schlecht gedämmt, die Betriebskosten der Hofheimer Stadthalle sind hoch. Eine energetische Sanierung soll Abhilfe schaffen. Als Letztes wird die Fassade erneuert.

Stadtverordnete und Besucher von Parlamentssitzungen können ein Lied davon singen: Wenn die Nachmittagssonne auf die Fensterfront der Hofheimer Stadthalle brennt, kann es im Sitzungssaal unerträglich heiß werden. Und wenn es im Winter draußen friert ist, bekommt man im großen Saal schon mal kalte Füße, wenn die Heizung nicht voll aufgedreht ist.

Grund dafür ist die schlechte Dämmung des in den 1970er Jahren errichteten Gebäudes am Chinonplatz. Hohe Betriebskosten sind eine weitere Folge.

Das soll künftig anders werden. Teile der Stadthalle sind bereits in den letzten Monaten energetisch modernisiert worden. Jetzt beginnt die Hallen- und Parkhaus GmbH, die die Hofheimer Stadthalle betreibt, mit dem zweiten und letzten Bauabschnitt. Dafür wird an der Vorderseite des Gebäudes ein Gerüst aufgestellt, eingerüstet wird auch der Durchgang zwischen Rathaus und Stadthalle.

Die schmale Passage zwischen den beiden Gebäuden ist die nächste Zeit für Fußgänger gesperrt. Ein Baukran, der für die Montagearbeiten an der neuen Fassade gebraucht wird, wird hinter dem Rathaus aufgestellt.

Von „einem weiteren Puzzlestück für das positive Erscheinungsbild unserer Stadt“ spricht Hofheims Bürgermeister Christian Vogt (CDU), der auch Geschäftsführer der Hallen- und Parkhaus GmbH ist. Die neue moderne Fassade werde der Rolle der Stadthalle als zentraler Ort im Rhein-Main-Gebiet für Veranstaltungen aller Art gerecht. Sie stehe an prominenter Stelle im Stadtgebiet und sei ein Aushängeschild für Hofheim. 4,6 Millionen Euro sind im Haushalt insgesamt für die energetische Sanierung der Stadthalle veranschlagt.

Im Herbst vergangenen Jahres waren den Parlamentariern die Entwürfe für die neue Fassade vorgestellt worden. In Teilen wird sie eine goldfarbene Optik haben. Die Fenster des großen Saales werden weiterhin die Senkrechte betonen. Der Eingang in das Gebäude wird ein großes Vordach haben. Auf einem LED-Bildschirm sollen künftig Veranstaltungen angekündigt werden.

Nach dem Fensteraustausch im Großen Saal und der Umrüstung der Beleuchtung auf LED wird im Mai das Technikgeschoss zwischen Erd- und Obergeschoss leergeräumt, damit die alten Lüftungsanlagen abgebaut werden können. Im Juni wird die Fassade abgebrochen, die Arbeiten zur Dacherneuerung gehen weiter und neue Lüftungsanlagen werden installiert. Im Inneren des Gebäudes wird auch die restliche Beleuchtung auf LED-Technik umgestellt.

Bei der Hallen- und Parkhaus GmbH hofft man darauf, dass trotz Corona-Krise der Zeitplan für die einzelnen Gewerke eingehalten werden kann. Die Fertigstellung aller Arbeiten ist für Mitte September vorgesehen.

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