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Rund um die Uhr gut gefüllt: Altkleider-Contianer, hier in Bad Soden.

Main-Taunus-Kreis

Müll statt Kleidung

  • Kerstin Klamroth
    vonKerstin Klamroth
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In DRK-Altkleider- Containern landen oft nicht nur Textilien. Die Corona-Pandemie hat dazu geführt, dass sie überfüllt sind.

Seit vielen Monaten arbeitet das Deutsche Rote Kreuz (DRK) gegen die nicht abnehmende Flut von Kleidung in Containern an. „Die meisten anderen Anbieter haben ihre Container geschlossen“, berichtet DRK-Kreisgeschäftsführerin Sabine Mushake in einer Pressemeldung.

Die 89 DRK-Altkleidercontainer im Main-Taunus-Kreis seien oft überfüllt. Der Dienstleister habe deswegen zusätzlich Fahrzeuge gekauft, um die Menge abtransportieren zu können, ab November seien darüber hinaus auch Leihfahrzeuge im Einsatz. Ein weiteres Problem sei die illegale Müllentsorgung in den Altkleider-Containern. Neben Elektroschrott aller Art fänden sich dort manchmal sogar Altreifen.

„Einerseits sind wir dankbar für die hohe Spendenbereitschaft, andererseits möchten wir an die Vernunft der Mitbürger appellieren und darum bitten, keine Kleidung vor vollen Containern abzulegen.“, heißt es weiter. Gegebenenfalls müsse man den Kleidersack wieder mit nach Hause nehmen oder einen leereren Container suchen. In die Container dürfen Damen-, Herren- und Kinderbekleidung, Tisch- und Bettwäsche, Socken und Unterwäsche, Wolldecken, Stricksachen, Hüte, Federbetten, Pelze und sogar Schuhe geworfen werden.

Gut erhaltene Kleidung wird in der DRK-Kleiderkammer in Hofheim und in den DRK-Läden in Hattersheim, Eppstein und Kelkheim angeboten. Beschädigte und nicht mehr tragbare Textilien gibt das Rote Kreuz an eine Verwertungsgesellschaft, die die Rohstoffe weiterverarbeitet. So entstünden zum Beispiel Fußmatten, Autositzbezüge oder Putzlappen., heißt es auf der Website des Deutschen Roten Kreuzes.

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