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Madlen Overdick (Grüne) wird am 13. Dezember zur Ersten Kreisbeigeordneten gewählt.
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Madlen Overdick (Grüne) wird am 13. Dezember zur Ersten Kreisbeigeordneten gewählt.

Hofheim

Main-Taunus: Weiter Debatte um vierten Dezernentenposten

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
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Damit auch die CDU im hauptamtlichen Kreisausschuss gebührend vertreten ist, soll eine vierte Dezernentenstelle in der Main-Taunus-Kreisverwaltung geschaffen werden. Die SPD will das Geld lieber sparen und die Kommunen entlasten.

Im Koalitionsvertrag haben CDU, Grüne und FDP bereits im Frühjahr festgelegt, dass im Main-Taunus-Kreis eine vierte hauptamtliche Dezernentenstelle geschaffen werden soll, für die die Christdemokraten das Vorschlagsrecht haben. Neben Landrat Michael Cyriax (CDU) gäbe es dann drei weitere hauptamtliche Dezernenten in der Kreisverwaltung. Sozialdezernent Johannes Baron (FDP) behält seine Position. Die grüne Beigeordnete Madlen Overdick, die unter anderem für das Gesundheitsressort zuständig ist, rückt zur Ersten Kreisbeigeordneten auf. Und damit die CDU als stimmenstärkste Fraktion nicht nur mit dem Landrat, dessen Position theoretisch bei der 2023 anstehenden Wahl verloren gehen könnte, im hauptamtlichen Kreisausschuss vertreten ist, soll die vierte Stelle geschaffen werden.

Die Wahl von Madlen Overdick in ihr neues Amt ist für den kommenden Montag, 13. Dezember, vorgesehen. Ab 16 Uhr tagt dann das Main-Taunus-Kreisparlament in der Hofheimer Stadthalle.

Außerdem werden die Abgeordneten über den Haushalt 2022 beraten und auch über einen Antrag der CDU/Grünen/FDP-Koalition abstimmen, die vierte Dezernentenstelle zu schaffen. Denn im Zahlenwerk, das Landrat Michael Cyriax Anfang November vorgelegt hat, ist die Position noch nicht vorgesehen. Die Stelle wurde im Haushalt 2020 aus dem Stellenplan der Kreisverwaltung gestrichen. Da die drei regierenden Fraktionen nahezu eine Zweidrittelmehrheit im Kreisparlament haben, dürfte die Zustimmung zu diesem Antrag sicher sein.

Kritik kommt allerdings von der Opposition. Die SPD hatte eine Anfrage zu den Kosten für die vierte Dezernentenstelle gestellt. Demnach sollen dafür künftig pro Jahr 144 000 Euro ausgegeben werden zuzüglich knapp 10 000 Euro je Büroarbeitsplatz. Insgesamt kosten die hauptamtlichen Dezernenten den Landkreis dann rund 600 000 Euro im Jahr.

Die Sozialdemokraten zweifeln diese Zahlen an, fordern eine genaue Aufschlüsselung der Kosten. Und sie verlangen, auf die neue Dezernentenstelle zu verzichten und dafür Kreis- und Schulumlage auf dem Niveau des Vorjahres zu belassen. Städte und Gemeinden sollten nicht zusätzlich belastet werden, argumentiert die SPD.

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