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Hofheim

Main-Taunus: Landkreis sucht dringend preiswerte Wohnungen

Vor allem Menschen mit geringem Einkommen und Geflüchtete finden im Main-Taunus-Kreis keine bezahlbare Unterkunft. Jetzt hat der Landkreis das Verfahren für Vermieter:innen vereinfacht. Eine Stiftung sichtet die Angebote.

Schon seit Jahren suchen Menschen mit geringem Einkommen im Main-Taunus-Kreis vergeblich nach Wohnungen, für die sie die Miete bezahlen können. Die beiden großen städtischen Wohnungsbaugesellschaften in Hofheim und Hattersheim bieten zwar Sozialwohnungen an. Doch die Wartelisten sind lange. Erst jüngst kritisierten SPD und Linke im Kreistag, der Landkreis würde zu wenig unternehmen, um die Situation zu ändern. Der eigens benannte Wohnungsbaukoordinator könne keinerlei Erfolge vorweisen.

Nun schlägt der Landkreis selbst Alarm. Gesucht würden dringend bezahlbare Wohnungen für Einzelpersonen oder Familien sowie Häuser für Gemeinschaftsunterkünfte für Geflüchtete, teilt Erste Kreisbeigeordnete Madlen Overdick (Grüne) mit. „Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit wäre eine gute Gelegenheit, Wohnraum zur Verfügung zu stellen“, appelliert Overdick an Vermieter:innen.

Aktuell leben den Angaben zufolge im Main-Taunus-Kreis mehr als 500 Flüchtlinge in Gemeinschaftsunterkünften, die Bleiberecht haben und per Gesetz zum Auszug verpflichtet sind. Dazu zählen auch Afghanen, die der Bundeswehr bei ihrem Einsatz als Ortskräfte geholfen haben. Darüber hinaus müssten neu eingereiste Flüchtlinge in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht werden, berichtete Overdick. Auch dafür würden geeignete Objekte wie Ein- oder Mehrfamilienhäuser gesucht.

8,50 Euro pro Quadratmeter

Sozialdezernent Johannes Baron (FDP) hatte erst kürzlich beim Besuch der Caritas-Obdachloseneinrichtung in Hattersheim darauf hingewiesen, wie schwierig es ist, preiswerten Wohnraum in der Region zu finden. Betroffen seien auch Menschen mit Behinderung, ältere Personen oder Menschen ohne festen Wohnsitz, die wieder sesshaft werden wollten.

Um Vermieterinnen und Vermieter zu entlasten, hat der Main-Taunus-Kreis das Verfahren vereinfacht. Mietangebote können laut Madlen Overdick direkt an die Stiftung Perspektive-Wohnen gerichtet werden, die im Auftrag des Landkreises handelt, als Mieter auftritt und die Gesamtorganisation rund um die Wohnungsvermietung erledigt. „Mit diesem Rundum-Service wollen wir die gesamte Abwicklung im Rahmen einer kostenlosen Dienstleistung aus einer Hand sicherstellen“, sagt die Grünen-Politikerin.

Für Wohnungsvermieter:innen erreichbar ist die Stiftung entweder unter der Telefonnummer 0 61 96/967 86 69 oder per E-Mail an info@perspektive-wohnen.de Weitere Informationen findet man auch auf der Internetseite www.perspektive-wohnen.de

Für Hausbesitzer, die ihr Gebäude dem Kreis als Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete zur Verfügung stellen wollen, ist André Moll im Landratsamt der Ansprechpartner, Telefonnummer 06192 201-6159 oder E-Mail an hochbauasyl@mtk.org

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