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Hofheim

Main-Taunus: Kliniken, Nahverkehr und Volkshochschule im Minus

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
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Der Main-Taunus-Kreis muss seine Gesellschaften mit zehn Millionen Euro finanziell absichern. Für das 12-Millionen Defizit im Haushalt 2022 gibt es aber auch andere Gründe.

Dreißig Prozent weniger Patienten in den Kreiskliniken, 35 Prozente weniger Fahrgäste in Bussen und Bahnen der Main-Taunus-Verkehrsgesellschaft und nur halb so viele Teilnehmer:innen an Volkshochschulkursen: Die in Corona-Zeiten ausgegebene Devise „Stay at Home“ hat auch im Main-Taunus-Kreis voll durchgeschlagen. Um die finanziellen Löcher in den kreiseigenen Gesellschaften zu stopfen, müsse der Landkreis 2022 zehn Millionen Euro zuschießen, sagte Landrat Michael Cyriax (CDU). Der Haushaltsplan, den er am gestrigen Montag im Kreistag vorgestellt hat, weist bei einem Gesamtvolumen von 485 Millionen Euro ein Defizit von 12,6 Millionen Euro aus, um 3,6 Millionen mehr als 2021.

Dies sei unter anderem auf gestiegene Kosten für den Landeswohlfahrtsverband zurückzuführen, erläuterte Cyriax. Deutlich mehr Geld müsse im kommenden Jahr auch für die Jugend- und Sozialhilfe in die Hand genommen werden sowie für die Unterbringung von Flüchtlingen. Weil der Landkreis 2022 die Schulkinderbetreuung an vier weiteren Schulen übernimmt, steigen zudem die Personalkosten. Das Defizit werde durch eine Entnahme aus den Rücklagen ausgeglichen, kündigte Cyriax an.

Das Investitionsvolumen im kommenden Jahr liegt bei 58,3 Millionen Euro, die Nettoneuverschuldung beträgt 27,4 Millionen Euro. Alleine 36,9 Millionen Euro fließen in den Schulbau und die IT-Ausstattung der kreiseigenen Schulen. Bis 2024 sollen 14 000 Tablets für Schülerinnen und Schüler ausgegeben, ein Jahr zuvor bereits alle Schulen ans Glasfasernetz angeschlossen werden. 8,5 Millionen Euro sind 2022 für den Bau des neuen Kreishallenbades in Kriftel und die Erweiterung des Hofheimer Landratsamtes eingeplant.

Die Kreisumlage bleibt mit 31,05 Prozent gleich. Die Schulumlage steigt leicht um 0,45 Prozentpunkte auf 15,9 Prozent.

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