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Madlen Overdick (Grüne) ist neue Vize-Landrätin im Main-Taunus-Kreis.
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Madlen Overdick (Grüne) ist neue Vize-Landrätin im Main-Taunus-Kreis.

Hofheim

Main-Taunus: Grünen-Politikerin wird Vize-Landrätin

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
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Madlen Overdick ist im Kreistag zur Ersten Beigeordneten gewählt worden. Die Jamaika-Koalition hat außerdem eine vierte Dezernentenstelle für die CDU durchgesetzt und musste sich von der Opposition den Vorwurf des Postengeschachers gefallen lassen.

Die bisherige Kreisbeigeordnete der Grünen, Madlen Overdick, ist zur Ersten Kreisbeigeordneten und Vizelandrätin des Main-Taunus-Kreises gewählt worden. 46 der anwesenden Kreistagsabgeordneten gaben der 51-Jährigen am Montagabend ihre Stimme, 24 stimmten mit Nein, zwei enthielten sich.

Overdick ist die erste Frau und die erste Grünen-Politikerin, die die Stellvertreterposition des Landrats im Main-Taunus-Kreis innehat. Sie war 2017 zur Kreisbeigeordneten gewählt worden, nachdem Christdemokraten, Grüne und FDP einen Koalitionsvertrag geschlossen hatten. Zu ihrem Dezernat zählen Gesundheit, Bauen und Umwelt, öffentliche Sicherheit und Ordnung sowie Verbraucherschutz und Veterinärwesen.

Von 2010 bis 2013 war Overdick Geschäftsführerin des Kreisverbands der Grünen, ab April 2014 arbeitete sie als persönliche Referentin des Ersten Stadtrats von Eschborn, Thomas Ebert (Grüne). 2011 wurde sie in den Kreistag gewählt.

Dass Overdick als Erste Kreisbeigeordnete auf Wolfgang Kollmeier (CDU) folgt, der 2020 in den Ruhestand gegangen ist, hat die Jamaikakoalition, die weiterhin die Regierungsmehrheit im Main-Taunus stellt, nach der Kommunalwahl 2021 im Koalitionsvertrag festgelegt. Die drei Fraktionen haben zudem beschlossen, eine weitere hauptamtliche Dezernentenstelle in der Kreisverwaltung zu schaffen; das Vorschlagsrecht haben die Christdemokraten.

In der Kreistagssitzung am Montag sollte die zusätzliche Position nicht nur im Stellenplan verankert, sondern auch ein Wahlvorbereitungsauschuss gebildet werden. Die Oppositionsparteien SPD, Freie Wähler, AfD, Linke und „Die Partei“ übten heftige Kritik.

Er halte die Schaffung der neuen Stelle für die „größte kommunalpolitische Fehlentscheidung der letzten Jahre“, sagte SPD-Fraktionschef Philipp Neuhaus. Der Kreis müsse dafür unterm Strich eine Million Euro ausgeben. Welche Aufgaben der oder die neue Beigeordnete übernehmen solle, sei völlig unklar.

Von einer „großen Kungelei“ der Koalitionspartner sprach Barbara Grassel (Linke). Als unnötig bezeichnete auch FWG-Fraktionschef Andreas Nickel den Beigeordnetenposten und erinnerte daran, dass sowohl SPD als auch Freie Wähler nach der Kommunalwahl signalisiert hätten, für sich keine Dezernentenstelle zu reklamieren, sollten sie Teil einer Regierungskoalition werden.

Die Christdemokraten seien mit Abstand stärkste Fraktion, damit stehe ihnen eine Dezernentenstelle im hauptamtlichen Kreisausschuss zu, sagte CDU-Fraktionschef Frank Blasch. Die Position des Landrats als Wahlbeamter, die mit dem Christdemokraten Michael Cyriax besetzt ist, zähle dabei nicht.

Den Vorwurf der Opposition, CDU und Grüne hätten auch alleine regieren und damit die Dezernentenstelle von Johannes Baron (FDP) streichen können, ließ Blasch nicht gelten. „Johannes Baron hätte bis zum Ende seiner Amtszeit 71,75 Prozent seiner Bezüge erhalten, ohne etwas zu tun“, sagte Blasch. „Damit hätte der Main-Taunus-Kreis wenig gespart und einen erfahrenen Dezernenten verloren.“

Die Abgeordneten der Koalition stimmten im Kreistag für die vierte Hauptamtlichenstelle. Gewählt werden soll voraussichtlich im April 2022.

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