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Main-Taunus: CDU-Mann Axel Fink soll Schuldezernent werden

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Von: Andrea Rost

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Axel Fink ist Jurist. Er arbeitet zurzeit im Rechtsamt der Stadt Frankfurt.
Axel Fink ist Jurist. Er arbeitet zurzeit im Rechtsamt der Stadt Frankfurt. © Rolf Oeser

Anfang April wollen CDU, Grüne und FDP im Main-Taunus den vierten Hauptamtlichen im Kreis wählen. Unumstritten ist die neue Stelle keineswegs.

Es ist eine keineswegs unumstrittene Position. Als kleinster Landkreis in Deutschland soll der Main-Taunus-Kreis künftig vier hauptamtliche Dezernenten haben: Neben Landrat Michael Cyriax (CDU), der Ersten Kreisbeigeordneten Madlen Overdick (Grüne) und dem FDP-Beigeordneten Johannes Baron wird aller Voraussicht nach der Christdemokrat Axel Fink den hauptamtlichen Kreisausschuss ergänzen. Die Koalition aus CDU, Grünen und FDP hat beschlossen, die zusätzliche Stelle zu schaffen. Heftig kritisiert wurde sie dafür in den vergangenen Monaten von SPD, Linken und den Freien Wählern. Die Oppositionsparteien sprachen von Postenschacher und unnötigen Kosten. Ihr Antrag, auf die Stelle zu verzichten, fand im Kreistag aber keine Mehrheit

Das Vorschlagsrecht für die vierte Dezernentenstelle liegt bei der stimmenstärksten Partei im Kreisparlament, den Christdemokraten. Sie nominierten am Montagabend einstimmig den Schwalbacher Fraktions- und Parteivorsitzenden Axel Fink. Der 44-Jährige kenne die Arbeit des Landkreises nicht nur aus der Sicht des Kommunalpolitikers, er habe auch bereits drei Jahre in der Kreisverwaltung gearbeitet, sagte CDU-Fraktionschef Frank Blasch. „Er ist für uns der ideale Kandidat.“

Fink hat in Mainz Jura studiert und nach seinem Referendariat und einem Postgraduiertenstudium in Neuseeland drei Jahre lang im Rechtsamt des Main-Taunus-Kreises gearbeitet, ehe er zur Stadt Frankfurt wechselte, wo er zurzeit Magistratsdirektor im Rechtsamt ist.

2014 kandidierte der zweifache Familienvater für die CDU bei der Bürgermeisterwahl in Schwalbach, unterlag aber der SPD-Amtsinhaberin Christiane Augsburger.

Bei den Koalitionsverhandlungen nach der Kommunalwahl 2021 habe Fink federführend für die Christdemokraten das Kapitel Schule und Bildung verhandelt und leite seitdem den Koalitionsarbeitsarbeitskreis „Schule“, berichtete Blasch. „Mit seiner fachlichen Expertise ist er prädestiniert für die Aufgabe als Schuldezernent.“

Fink sagte, er rechne damit, dass es rund um seine Wahl Anfang April erneut Diskussionen wegen der Dezernentenstelle geben werde, er werde sich davon aber nicht beeinflussen lassen, sondern versuchen, mit Regierungs- und Oppositionsparteien gleichermaßen gut zusammenzuarbeiten.

Als Schuldezernent wolle er Ansprechpartner für Lehrer:innen, Eltern und Schüler:innen sein, die Digitalisierung und den Ausbau der Ganztagsbetreuung an Grundschulen vorantreiben, sich um die energetische Sanierung der Gebäude kümmern sowie um den Einbau technischer Anlagen zur Verbesserung der Lufthygiene.

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