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Mahnwache vor dem Sitz von Hessen Mobil

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Lorsbacher kämpfen weiter gegen die geplante Langzeitsperrung der L 3011

Hofheim - Die Hoffnung auf eine Wende in der Frage der von Hessen Mobil beabsichtigten zwölfmonatigen Vollsperrung der Landstraße zwischen Hofheim und Lorsbach existiert immer noch. Vielleicht gebe es vor Weihnachten ein positives Zeichen aus Wiesbaden, hieß es gestern in einer Mitteilung des Aktionsbündnisses L 3011 mit Blick auf eine Sitzung des Verkehrsausschusses des Landtages am nächsten Mittwoch. Auf der Tagesordnung steht ein dringlicher Berichtsantrag zur L 3011, den die Landtags-FDP auf Wunsch der Hofheimer Liberalen eingereicht hat.

Dass das Aktionsbündnis in seinen Anstrengungen aber nicht nachlassen wird, das wollen die Aktivisten heute zwischen 12 und 14 Uhr in Form einer Mahnwache vor dem Sitz des Landesstraßenbehörde Hessen Mobil in Wiesbaden deutlich machen. „WohnHAFT in Lorsbach“ lautet das Motto, das darauf hinweisen soll, dass der Stadtteil durch Sperrung für ein ganzes Jahr ausgerechnet seiner wichtigsten Außenverbindung beraubt werden soll. Andreas Nickel, Sprecher des Aktionsbündnisses, kündigt die „Aufstellung einer motivgerechten Kulisse“ an.

Unklar ist, ob bis zur Ausschusssitzung am Mittwoch der Bericht des Petitionsausschusses des Landtages vorliegt, der sich ebenfalls mit dem Thema befasst hat. Aus der Anfrage der FDP geht dazu hervor, dass das Wirtschaftsministerium und Hessen Mobil zugesagt haben, die Möglichkeit einer Umfahrung über das Gelände des angrenzenden Reiterhofes erneut zu prüfen.

Über ein Ergebnis dieser Prüfungen ist bislang nichts bekannt. Geklärt ist, dass dies technisch machbar wäre, und in Verhandlungen mit der Stadt hat der Reiterhof seine Zustimmung gegeben. Hessen Mobil hat dazu erklärt, die notwendigen Planungen und Genehmigungen seien nicht schnell genug zu bekommen; der Zustand der Mauer lasse eine Verschiebung der Arbeiten nicht mehr zu.

Das Aktionsbündnis will sich auf Einsichten bei Hessen Mobil oder auf den Petitionsausschuss nicht verlassen. Wie Nickel berichtet, haben mehrere Unternehmer die Schriftsätze zur Erhebung einer Klage ausarbeiten lassen. Diese wird spätestens morgen eingereicht, denn am Sonntag läuft die Frist zur Klageerhebung ab. bt

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