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Lese ergibt 770 neue Flaschen

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Wein aus städtischem Wingert

Hofheim - Zahlreiche Freiwillige haben bei der Lese der Trauben für den städtischen Wein „Diedenbergener Sonnenhang“ geholfen, und Rathaussprecher Jonathan Vorrath konnte jetzt eine schöne Bilanz ziehen. Das Ergebnis der zweistündigen Lese sind 580 Liter Most mit 92 Grad Öchsle und 7,5 Gramm Säure pro Liter. „Dies entspricht der Qualität einer Spätlese und reicht für 770 Flaschen Wein“, so Vorrath. Der städtische Weinberg liegt im Stadtteil Diedenbergen, südlich des katholischen Gemeindezentrums.

Der Weinbau in Diedenbergen hat eine lange Tradition. Von den Römern eingeführt, finden sich erste urkundliche Erwähnungen in Diedenbergener Gerichtsbüchern ab 1550. Dass der Weinbau im Dorf zum Erliegen kam, ist der Industrialisierung zuzuschreiben. Viele Landwirte fanden Arbeitsplätze in der Industrie und führten fortan ihre Landwirtschaft nur noch als Nebenerwerb. Weinberge lassen sich aber kaum ausschließlich nach Feierabend bewirtschaften. Deshalb wurden die Flächen in den 60er und 70er Jahren sukzessive aufgegeben.

Um die Tradition des Weinbaus fortzusetzen, wurde 1988 ein Antrag auf Genehmigung einer Neuanlage beim Weinbauamt in Eltville gestellt. Diesem Antrag wurde stattgegeben, jedoch nur zu Forschungs- und Demonstrationszwecken. 1990 folgte die Neuanlage. Der Wein darf lediglich für den städtischen Eigenbedarf verwendet werden. Freuen über ein solch seltenes „Tröpfchen“ dürfen sich vor allem Hofheimer Jubilare und Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren. red

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