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Für die FR-Fotografin wurde die Kunstinstallation am Schwazbach noch einmal rekonstruiert.
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Für die FR-Fotografin wurde die Kunstinstallation am Schwazbach noch einmal rekonstruiert.

Hofheim

Kunstinstallation über Nacht zerstört

  • Andrea Rost
    vonAndrea Rost
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Unbekannte haben die Seile zerschnitten, an denen in der Parkanlage an der Wilhelmstraße in Hofheim Dutzende Kunsterke aufgehängt waren. Die Bilder wurden dabei nicht beschädigt.

Am Dienstagnachmittag hatte Lara Mouvée noch zusammen mit ihren Kolleginnen Ingrid Franke und Birgit Samson in Folie eingeschweißte Arbeiten von Künstlerinnen aus der ganzen Rhein-Main-Region an dicken Seilen aufgehängt. Zwischen den Stämmen der alten Bäume am Schwarzbach in der Parkanlage an der Wilhelmstraße waren die Seile seit Ende November wie eine lange Wäscheleine gespannt. Zum zweiten Mal sollte die von der Künstlervereinigung Wallauer Fachwerk unterstützte Aktion verlängert werden. Tags darauf war die Kunstinstallation mit dem Titel „Miteinander“ zerstört.

„Jemand hat über Nacht die Seile mit einem Messer durchgeschnitten“, berichtete Mouvée der FR. Wie vor den Kopf geschlagen sei sie gewesen, als sie die Bilder auf dem Boden liegen gesehen habe, sagte die 69-Jährige. „Ich habe keine Ahnung, wer so etwas macht.“

Blinde Zerstörungswut sei es wohl nicht gewesen. „Der Täter oder die Täterin ist sehr gezielt vorgegangen.“ Die Arbeiten selbst seien nicht beschädigt worden.“ Am Schwarzbach wieder aufhängen will Mouvée die Kunstwerke dennoch nicht. „Wir überlegen, ob wir die Installation in Wallau am Recepturhof neu aufbauen“, erzählte sie.

Denn die Botschaft, die als Idee hinter der Installation steht, ist Lara Mouvée nach wie vor sehr wichtig: „Ich wollte den Menschen in Hofheim zeigen, dass wir als Künstlerinnen und Künstler nicht nur rummaulen, weil wir wegen Corona keine Möglichkeit haben, unsere Arbeiten zu präsentieren, sondern eine Plattform schaffen, wo jeder unsere Kunst sehen kann.“

Die bis zu 70 Arbeiten von Kunstschaffenden unter anderem aus Offenbach, Hofheim, der Wetterau, Mainz, Wiesbaden und Rodgau, die abwechselnd zwischen den Bäumen hingen, hätten Kälte, Wind und Wetter getrotzt, sich thematisch ergänzt, seien miteinander in eine Art Dialog getreten. Auch Bilder von Kindern der Hofheimer Grundschule am Steinberg zum Thema „Miteinander“ seien dabei gewesen.

Mittels einer Flaschenpost konnten Passant:innen Lob und Kritik dazu äußern. „Die Rückmeldungen waren durchweg positiv“, sagte Lara Mouvée. „Die Menschen waren froh, wenigstens ein bisschen Kultur im öffentlichen Raum zu haben.“ (Andrea Rost)

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