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Wilhelm Schultze will unabhängig von großen Parteien Stadtpolitik machen.

Hofheim

Wilhelm Schultze will ins Parlament

  • Andrea Rost
    vonAndrea Rost
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Bei der Hofheimer Bürgermeisterwahl im vergangenen Jahr landete Wilhelm Schultze einen Überraschungserfolg. Jetzt ist der 25-Jährige Spitzenkandidat der Bürger für Hofheim.

Er war der Senkrechtstarter bei der Hofheimer Bürgermeisterwahl im März 2019. Aus dem Stand holte Wilhelm Schultze, Student für Medien- und Kommunikationsmanagement damals im ersten Wahlgang 12,3 Prozent der Stimmen, ließ etablierte Kommunalpolitikerinnen wie Barbara Grassel von den Linken oder den Fraktionschef der Freien Wähler, Andreas Nickel, hinter sich. Im Stadtteil Lorsbach, in dem er aufgewachsen ist, lag Schultze mit 60 Prozent sogar an der Spitze aller sieben Kandidat:innen.

Über politische Erfahrung verfügte der 23-Jährige damals nicht, hatte sich auch noch in keiner Partei engagiert. Als unabhängiger Kandidat war er angetreten, hatte Wahlkampf in den sozialen Netzwerken und auf Youtube gemacht und es mit einem Rap über den „König von Lorsbach“ in die bundesweite Boulevardpresse und ins Fernsehen geschafft.

Dass die Bürgermeisterkandidatur nicht sein einziger Auftritt auf dem kommunalpolitischen Parkett der Main-Taunus-Kreisstadt bleiben würde, daran ließ Wilhelm Schultze schon kurz nach seinem Überraschungserfolg keinen Zweifel. Nun ist es so weit: Der Lorsbacher, der am heutigen Freitag seinen 25. Geburtstag feiert, tritt bei der Kommunalwahl im März 2021 an, um Stadtverordneter in Hofheim zu werden. Er ist Spitzenkandidat der Bürger für Hofheim (BfH), einer Wählervereinigung, die vor 20 Jahren in Lorsbach gegründet wurde und aktuell mit zwei Stadtverordneten im Stadtparlament vertreten ist.

19 Frauen und Männer kandidieren auf Liste der BfH

Wilhelm Schultze hätten wohl auch in anderen, größeren Parteien die Türen offen gestanden. Grüne, Jusos und der neue Hofheimer Bürgermeister Christian Vogt (CDU) hatten sich wenige Tage nach der Bürgermeisterwahl 2019 bei ihm gemeldet, um ihn zu einer Mitarbeit zu bewegen. Auch die Linken wollten ihn für sich gewinnen. Schultze lehnte ab und ist bis heute überzeugt davon, „dass ich lieber unabhängig von großen Parteien Politik machen möchte“. Mittlerweile hat er seinen Bachelor in Medien- und Kommunikationsmanagement und schreibt an seiner Masterarbeit. Verwaltungserfahrung hat er ein Jahr lang als Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung im Hattersheimer Rathaus gesammelt.

Den Bürgern für Hofheim fühlt sich Schultze als Lorsbacher besonders verbunden. Nach dem Tod des Gründerduos Petra Gottschalk und Erwin Zeitz in der laufenden Legislaturperiode befinde sich die Fraktion im Umbruch und sei dabei, ein neues junges Team aufzubauen, sagt er. „Unsere Aufgabe ist, es das Erbe der Gründergeneration weiterzutragen und eine transparente, bürgernahe Stadtpolitik zu machen.“

19 Frauen und Männer kandidieren auf der Liste der BfH. Ein Wahlprogramm hat die Truppe bisher noch nicht vorgelegt. Aktuell sammele man Ideen, werde eine Bürgerbefragung vornehmen, sagt Schultze. „Danach werden wir unsere Schwerpunkte für die parlamentarische Arbeit in den nächsten Jahren festlegen.“

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