Hofheim

Kein Defizit im Doppelhaushalt

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Opposition stimmt trotzdem dagegen

Jahrelang waren die Hofheimer Haushalte von Defiziten geprägt, und der Schuldenberg der Kreisstadt wuchs ständig weiter an. Schulden hat Hofheim immer noch, doch die finanzielle Talsohle scheint durchschritten. Der Doppeletat für 2019/2020 mit einem Gesamtvolumen von 94,4 Millionen Euro ist im kommenden Jahr ausgeglichen. Für 2020 erwartet Kämmerin Gisela Stang (SPD) sogar ein kleines Plus. 26 Millionen Euro können investiert werden.

Gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen und die erfolgreiche Arbeit des regierenden Viererbündnisses aus CDU, SPD, FWG und FDP machte CDU-Fraktionschef Alexander Kurz dafür in seiner Haushaltsrede verantwortlich. Wichtigstes Projekt sei der Neubau der Stadtbücherei, der unter Beteiligung der Bürger geplant werde. Als Ziele für die Zukunft nannte Kurz, Hofheim zur Gigabitstadt mit flächendeckenden Glasfaseranschlüssen zu machen sowie die Förderung der Elektromobilität.

Hofheim baue seine soziale Infrastruktur weiter aus, lobte SPD-Sprecher Bernhard Köppler und nannte Investitionen in Sportanlagen, Kitas und die Jugendarbeit als Beispiele. Die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED sei ein Beitrag zum Klimaschutz.

Den Grünen als größter Oppositionspartei gehen die Bemühungen der lokalen Politik in Sachen Klimaschutz nicht weit genug. Die Kreisstadt leiste abgesehen von einigen Photovoltaik-Anlagen keinen nennenswerten Beitrag zum Ausbau erneuerbarer Energien, rügte ihr Fraktionschef Daniel Philipp. „Die großen Herausforderungen des Klimawandels werden vernachlässigt.“

Die Prioritäten im Hofheimer Haushalt seien falsch gesetzt, sagte Linken-Sprecherin Barbara Grassel. Es fehle ein Einzelhandelskonzept für die Stadtteile. Der Zentrale Omnibusbahnhof solle für teures Geld umgebaut werden, Gebühren für Kindertagesstätten und Straßenbeiträge hingegen würden nicht, wie von den Linken gefordert, abgeschafft.

Am Ende wurde der Doppelhaushalt mit den Stimmen von CDU, SPD, FWG, FDP sowie der Wählergemeinschaft Wallau verabschiedet, Grüne und Linke stimmten dagegen.

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