Hofheim

Hofheimer Gallusmarkt komplett abgesagt

  • Andrea Rost
    vonAndrea Rost
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Auch die kleine Variante des Hofheimer Volksfestes kann wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Die Veranstalter hätten die vom Landrat vorgegebenen strikten Regeln nicht einhalten können.

Fahrgeschäfte und Buden waren schon aufgebaut, am heutigen Donnerstag sollte der „Kleine Gallusmarkt“ auf dem Kellereiplatz in Hofheim öffnen. Nicht Zehntausende Besucherinnen und Besucher wie in den vergangenen Jahren wollte man bei dem traditionellen Volksfest in der Main-Taunus-Kreisstadt am Wochenende begrüßen, sondern nur jeweils 250 Personen gleichzeitig auf das umzäunte Festgelände lassen. Mund- und Nasen-Schutz wäre für alle Pflicht gewesen, auch ihre Kontaktdaten hätten die Feiernden hinterlegen müssen.

Die Allgemeinverfügung, die Landrat Michael Cyriax (CDU) am Montagabend erlassen hat, machte der Stadt jedoch einen Strich durch die Rechnung. Wegen stark steigender Infektionszahlen im Landreis verschärfte Cyriax die Regeln. Erlaubt sind jetzt bei Zusammenkünften im Freien nur noch höchstens 100 Personen. Außerdem hätten die Veranstalter prüfen müssen, dass in Gruppen nur maximal fünf Personen oder zwei Hausstände unterwegs sind.

Unter diesen Voraussetzungen sei die Abhaltung des Gallusmarkts auch in der abgespeckten Variante wirtschaftlich und organisatorisch nicht mehr darstellbar, entschied Bürgermeister Christian Vogt (CDU) am Dienstagnachmittag. Der Gallusmarkt, der bis zum 19. Oktober dauern sollte, wurde ebenso abgesagt wie das geplante Weindorf auf dem Ludwig-Meidner-Platz, der verkaufsoffene Sonntag am 18. Oktober und der Herbstmarkt, der am 25. Oktober in der Hofheimer Innenstadt stattfinden sollte. „Wir sind alles andere als erfreut, aber wenn die Zahlen so sind wie sie sind, müssen wir wohl mit der Absage leben“, sagte Lederwarenhändler Bernd Wischert vom Gewerbeverein Industrie, Handel, Handwerk (IHH) der FR. In Anbetracht der aktuellen Lage wären womöglich nur wenige Besucher auf den Gallusmarkt und zum verkaufsoffenen Sonntag gekommen. „Dafür lohnt sich der ganze Aufwand nicht.“

Die 16 Ausstellerbetriebe, die ihr Stände und Fahrgeschäfte kurzfristig wieder abbauen mussten, seien „sehr enttäuscht gewesen“, sagte Rathaussprecherin Iris Bernardelli der FR. Bürgermeister Vogt habe in Aussicht gestellt, das Volksfest eventuell im Frühjahr in anderer Form nachzuholen. Für den Hofheimer Eiszauber, der am 19. November auf dem Kellereiplatz starten soll, laufen derzeit die Planungen. Ob das Spektakel mit Eisbahn und Buden tatsächlich stattfinden kann, ist angesichts der Pandemie noch unklar.

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