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Hofheim

Hofheimer Busunternehmen Sippel stellt den Betrieb ein

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
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Der Preisdruck bei Ausschreibungen war zu groß, deshalb zieht Autobus Sippel die Reißleine und stellt Ende des Jahres den Betrieb ein. 200 Menschen verlieren ihren Arbeitsplatz.

Seit mehr als 90 Jahren sind Sippel-Busse im öffentlichen Nahverkehr im Rhein-Main-Gebiet unterwegs. Damit ist jetzt Schluss. Das Busunternehmen mit Sitz in Hofheim-Wallau wird den Geschäftsbetrieb bis Ende des Jahres fast komplett einstellen. Das teilte Geschäftsführer Frank Silzer mit. Nur ein kleiner Auftrag werde danach noch erfüllt. Als Grund nannte Silzer im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau, „den ausgesprochen aggressiven Preiswettbewerb, bei dem wir nicht erfolgreich sein konnten“. Weder bei neuen Ausschreibungen habe sich Sippel in der jüngsten Vergangenheit durchsetzen können noch Bestandsstrecken wiedergewinnen. „Deshalb bleibt uns nur, den Betrieb einzustellen.“

Die 70 Sippelbusse fahren aktuell im gesamten Rhein-Main-Gebiet – unter anderem für das lokale Nahverkehrsunternehmen Traffiq in Frankfurt sowie im Mainzer Linienverkehr und für Eswe in Wiesbaden. Bedient werden auch Buslinien im Auftrag des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) und der Lokalen Nahverkehrsgesellschaft im Kreis Groß-Gerau. Seit 2017 fährt Sippel auf der Expressbuslinie X17 von Hofheim über den Flughafen nach Neu-Isenburg. Dieser Auftrag ging vor kurzem an das Unternehmen Wefra-Bus verloren.

Eingestellt wird laut Frank Silzer auch der Betrieb der Sippel Travel. Das Geschäft der 1977 gegründeten Tochtergesellschaft, die Reisebusse vermietet, war bereits zu Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 komplett eingebrochen und hat sich seither nicht erholt.

Sippel geht nicht in Insolvenz, sondern beendet den Geschäftsbetrieb geordnet – mit einem Sozialplan und Abfindungen für die Mitarbeiter. 200 Menschen verlieren laut Silzer ihren Arbeitsplatz, etwa 170 von ihnen sind Busfahrer:innen, der Rest arbeitet in Verwaltung, Logistik und in der Werkstatt.

Die Autobus Sippel und die Sippel Travel gehören sei 2011 zum Netinera-Konzern, einer Tochter des italienischen Eisenbahnunternehmens Trenitalia.

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